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Samstag, 24.06.2017

Extreme Dürre

Wasserknappheit in Italien

Ernteausfälle, trockene Flussbetten und Trinkwasserknappheit: Italien erlebt die schwerste Dürre seit Jahrzehnten. Nennenswerte Regenfälle sind nicht in Sicht, in Teilen des Landes wurde der Notstand ausgerufen.

Eisenbahnbrücke über den teilweise ausgetrockneten Fluss Po bei Pavia. In der Region Emilia Romana wurde inzwischen der Dürre-Notstand ausgerufen. Bild: dpa

Nach monatelanger Trockenheit in Italien herrscht in dem beliebten Urlaubsland eine große Dürre. Die Natur ist ausgetrocknet. Ein Funke genügt, um einen Waldbrand auszulösen. Vielen Bauern drohen hohe Ernteverluste, da sie ihre Felder oft nicht mehr bewässern dürfen. Speicher und Stauseen sind oft schon fast leer, Flüsse führen starkes Niedrigwasser. Kleinere Bäche sind häufig schon komplett ausgetrocknet. In vielen Regionen ist das Trinkwasser inzwischen knapp, regional ist es nur noch für einige Stunden am Tag verfügbar.

Meteorologen und Politiker sorgen sich um die aktuelle Lage. Der Sommer hat gerade erst angefangen, die Trockenheit dauert vor allem im Süden Italiens oft bis in den September hinein. Nennenswerte Regenfälle sind landesweit nicht in Sicht, stattdessen geht die seit Wochen andauernde Hitzewelle mit bis zu 40 Grad weiter. Viele Kommunen reagieren mit Verboten gegen Wasserverschwendung und Sparmaßnahmen, viele Springbrunnen in den Städten wurden beispielsweise abgedreht.

Das Wasserproblem Italiens liegt jedoch nicht nur an der andauernden Trockenheit. Viel Wasser versickert im maroden Leitungsnetz, das teilweise sogar noch aus der Römerzeit stammt. Die vielen Erdbeben der letzten Monate haben viele Wasserrohre undicht werden lassen. Der chronisch klamme Staat kommt nur unzureichend mit dem Ausbessern der Wasserleitungen hinterher. Dennoch sprechen viele Experten schon jetzt von einer der schlimmsten Dürren seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

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