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Samstag, 17.10.2020

Herbst ist Nebelzeit

Nebel - schön und gefährlich

Die Zeit des Nebels beginnt. Dieser hat zwar seine schönen Seiten, kann aber auch durchaus gefährlich sein. Im Extremfall verzieht er sich tagelang nicht und besonders auf den Straßen ist erhöhte Vorsicht geboten.

Dichte Nebelschaden wabern durch die Täler im Westerwald, während der Feldberg im Taunus aus dem Nebelmeer herausragt.

Nebel ist kondensierter Wasserdampf. Die in der Luft schwebenden winzigen Wassertröpfchen behindern dabei die Sicht. Wenn man in Bodennähe weniger als einen Kilometer weit sehen kann, spricht man von Nebel. Dieser bildet sich bevorzugt in klaren Nächten, wenn sich die Luft am Boden stark abkühlt. Dadurch kann sie weniger Wasserdampf aufnehmen. Irgendwann ist die Luft dann gesättigt, sprich es geht kein gasförmiges Wasser mehr rein. Die Folge: Der Wasserdampf kondensiert und es bilden sich winzig kleine Nebeltröpfchen.

Besonders auf den Straßen wird Nebel schnell zur Gefahr für Autofahrer und Fußgänger.

Rekorde: In Neuhaus am Rennweg in Thüringen war es im Mai 1996 insgesamt 242 Stunden am Stück neblig. Auf dem Brocken im Harz sank die Sichtweite im Jahr 1958 an 330 Tagen unter einen Kilometer. Fakten: Dichter Nebel kann auf den Straßen gefährlich werden. Schwere Verkehrsunfälle, bei denen Nebel für den Unfall mit ursächlich war, ereignen sich am häufigsten im letzten Quartal des Jahres. Rund 60 Prozent der schweren Nebelunfälle der Jahre 2014 bis 2018 wurden in den Monaten Oktober bis Dezember gezählt.

Wie Nebel entsteht, erklären wir im WetterWissen.

Phänomene: Das sogenannte Brockengespenst ist ein optischer Effekt, der nicht nur im Harz, sondern auch in allen Mittelgebirgen und in den Alpen auftreten kann. Dabei erscheint der menschliche Schatten auf der Nebelwand als riesige Gestalt, die sich sogar bewegt - obwohl man selbst stillsteht. Häufig ist der "Kopf" der Erscheinung von einer farbigen Gloriole umrahmt. Sie entsteht dadurch, dass an den Nebeltröpfchen die Sonnenstrahlen gestreut und in die Spektralfarben aufgespalten werden.

Übrigens: Der Name des Friesendorfs Nebel auf der Nordseeinsel Amrum ist kein Hinweis auf mangelnde Sonnentage. Er leitet sich vermutlich ab von den altdänischen Wörtern "nia" (neu) und "boli" (Siedlung).

(Ein Bericht von Björn Goldhausen aus der WetterOnline Redaktion)

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