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Freitag, 11.01.2019

Schneechaos in den Alpen hält an

Sturmtief und weiterer Schnee

Die teils starken Schneefälle halten am Alpenrand bis Montag an. Zwar steigt die Schneefallgrenze kurz etwas an, aber ein Tief hat viel Wind im Gepäck. Die Lage in den von den Schneemassen betroffenen Gebieten spitzt sich daher zu.

Das Schneechaos in den Alpen nimmt kein Ende. Von kurzen Unterbrechungen abgesehen schneit es bis mindestens Montag weiter. Hinzu kommen Schneeverwehungen. Bild: extremwetter.tv

In den Alpen verschärft sich die Schneelage und Lawinengefahr weiter. Nach einer kurzen Pause schneit es am Alpenrand ab Freitagabend bis Samstagmittag längere Zeit. Aus Nordwesten erreicht derweil die Wetterfront von Tief EUGEN mit Regen Mitteleuropa. Dabei fließt etwas mildere Luft ein, sodass die Schneefallgrenze auf über 800 Meter Höhe steigt. In der Nacht zum Sonntag setzt auch in den Nordalpen erneut Schneefall ein. Dazu frischt der Wind langsam auf.

Die voraussichtlichen Schneemengen bis Montagabend: Im Südschwarzwald, im Bayerischen Wald und in den Alpen sind vielfach mehr als ein halber Meter, von den Zentralalpen bis zum Allgäu sogar rund ein Meter Neuschnee drin.

Im Laufe des Sonntags zieht die Wetterfront von Tief FLORENZ mit viel Regen durch. Schnee fällt in den Mittelgebirgen erst über 1000 Meter Höhe, auch am Alpenrand mischen sich in tieferen Lagen immer mehr Regentropfen unter den Schnee. Dazu wird es stürmisch, vielfach liegen die Böen zwischen 50 und 70 Kilometer pro Stunde. Im Alpenvorland und an der Nordsee sind voraussichtlich schwere Sturmböen bis Tempo 90 zu erwarten, in den Gipfellagen der Alpen und östlichen Mittelgebirge sind sogar Orkanböen möglich.

Die voraussichtlichen Windspitzen am Sonntagabend. Gelb signalisiert Böen über 62, Orange über 75 Kilometer pro Stunde.

In Kombination mit starken Schneefällen kommen hohe Verwehungen hinzu. Dort, wo in tieferen Lagen nasse Flocken fallen, ist mit Schneebruch zu rechnen. Durch die erhöhte Last des Schnees, können zudem Dächer einstürzen. Bis mindestens Dienstag früh schneit es am Alpenrand weiter, dabei sinkt die Schneefallgrenze bei Zufuhr kälterer Luft wieder. Erst zur Wochenmitte wird es deutlich ruhiger, die Lage entspannt sich zumindest kurzzeitig etwas.

Zwischen einem Tief über Skandinavien und einem Hoch über dem Ostatlantik wird feuchte und zwischenzeitlich mildere Meeresluft zu uns gelenkt. Im Nordstau der Alpen und östlichen Mittelgebirge schneit es mitunter kräftig. Dazu gibt es Schneeverwehungen.

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