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Samstag, 10.08.2019

Unwetter auch in Deutschland

Tornado in Luxemburg

Ein Tornado hat am Freitagabend in Luxemburg schwere Schäden angerichtet, ein weiterer wütete in Amsterdam. Auch in Deutschland tobten schwere Unwetter. Davon blieben auch der DFB-Pokal und ein Musikfestival nicht verschont.

Ein Tornado richtet in Luxemburg schwere Schäden an. Quelle: NonstopNews

Ein Tornado hat im Südwesten Luxemburgs eine Spur der Verwüstung hinterlassen. In der Gemeinde Petingen (luxemburgerisch Péiteng) deckte der Wirbelsturm viele Dächer ab. Dort wurden insgesamt rund 160 Häuser beschädigt. Trümmerteile stürzten auf parkende Autos. Mindestens 14 Menschen wurden verletzt, davon zwei schwer. Eine Schneise der Verwüstung zieht sich laut Polizei fünf bis sieben Kilometer weit.

Größere Schäden gab es auch im Raum Niederkerschen. Eine private Messstation hat in der Nähe 128 Kilometer pro Stunde registriert. Nach ersten Erkenntnissen wurden dort ein Supermarkt und eine Tankstelle verwüstet. Ein weiterer Tornado ist in Amsterdam über den Oosterdok hinweggezogen. Sehr kleinräumig und doch mit hoher Geschwindigkeit riss der Sturm jede Menge Wasser mit. Es gab aber nur geringe Schäden.

Das kurze Gewitter über Amsterdam, das den Tornado hervorbrachte, ist auf dem ProfiRadar gut zu erkennen.

Auch auf deutscher Seite - im benachbarten Saarland, in Rheinland-Pfalz sowie in Baden-Württemberg - gab es schwere Unwetter. Im Saarland berichten Augenzeugen ebenfalls von einem Tornado. Dort brachten mancherorts entwurzelte Bäume den Verkehr ins Stocken. Straßen wurden überspült und Keller liefen voll Wasser. In Rheinland-Pfalz waren besonders die Städte Neuwied und Koblenz betroffen. Hier wurden Gullydeckel aufgeschwemmt und Straßen überflutet.

In Andernach knapp nördlich von Koblenz sind innerhalb von kurzer Zeit 45 Liter pro Quadratmeter gefallen.

In Bayern wurde das Konzertgelände des Taubertal-Festivals geräumt. Die Musikfans wurden aufgefordert, in ihren Fahrzeugen oder im Stadtgebiet von Rothenburg Schutz zu suchen. Mehrere Menschen wurden durch umherfliegende Gegenstände leicht verletzt.

Das Flutlicht des Stadions des Fußballclubs SV Sandhausen ist nach starkem Regen und Gewitter kurzzeitig ausgefallen. Bild: dpa

In Baden-Württemberg verzögerte sich der Anstoß des DFB-Pokalspiels zwischen den Fußballclubs SV Sandhausen und Borussia Mönchengladbach wegen eines Gewitters. Bei heftigem Regen war zwischenzeitlich auch das Flutlicht im Hardtwald-Stadion des Zweitligisten Sandhausen ausgegangen. Die Zuschauer auf den unteren Rängen wurden gebeten, sich in Sicherheit zu bringen.

(WO/dpa)

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