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Italien: Gluthitze verschlimmert Dürre - Spitzenwerte bis 40 Grad

19:20
1. Juli 2022

Spitzenwerte bis 40 Grad
Italien: Gluthitze verschlimmert Dürre

In Italien droht am Wochenende zusätzlich zur anhaltenden Trockenheit eine landesweite Hitzewelle. Für 22 italienische Städte wurde die höchste Hitzewarnstufe ausgegeben. Es ist mit Spitzenwerten bis 40 Grad zu rechnen.

Italien steht vor dem bisher heißesten Wochenende des Jahres. Verbreitet sind Höchsttemperaturen zwischen 35 und 38, örtlich sogar bis zu 40 Grad zu erwarten. Insbesondere für Städte wie Rom, Palermo, Neapel, Florenz und Bologna gaben die Behörden die Empfehlung aus, zwischen 11 und 18 Uhr möglichst nicht in die Sonne zu gehen und verkehrsreiche Orte zu meiden.

Die größte Hitze trifft voraussichtlich Mittel- und Süditalien sowie Sizilien, aber auch in den Dürregebieten im Norden des Landes dürften die Temperaturen deutlich über die 35-Grad-Marke klettern.

mitteWie man im TemperaturRadar sieht, wird es entlang des Flusses Tiber nördlich von Rom bis zu 40 Grad heiß.

Dort spitzt sich die Trockenheit am längsten Fluss Italiens, dem Po, weiter zu. So brachten die jüngsten Gewittergüsse kaum Entspannung. Der Fluss ist vielerorts zu einem dünnen Rinnsal zusammengeschrumpft, stellenweise ist er fast ausgetrocknet. Wegen des niedrigen Pegels ist an der Mündung zur Adria Salzwasser schon bis zu 30 Kilometer weit ins Landesinnere in das Flussbett vorgedrungen.

Die Behörden empfehlen dringend noch weniger Wasser aus dem Strom zu entnehmen und stattdessen die großen Seen wie den Lago Maggiore, den Comer See und den Gardasee anzuzapfen.

Ministerpräsident Mario Draghi kündigte am Donnerstagabend Maßnahmen der Regierung wegen der Trockenheit an. Zudem gibt es immer wieder Wiesen- und Waldbrände:

Von Montag an werde sich die Regierung um Notfallpläne in den betroffenen Landesteilen kümmern. Dies fordern die Regionen vor allem im Norden schon seit Wochen. Draghi wies auch auf strukturelle Probleme hin: So seien die Wasserspeicherbecken und die Leitungen des Landes teils in so einem maroden Zustand, dass darin 30 Prozent des Wassers verloren gehe.

poDer Fluss Po führt kaum noch Wasser und ist stellenweise fast ausgetrocknet.
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