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Viertwärmster Juni seit Messbeginn

12:52
30. Juni 2022

Rückblick mit Fotostrecke
Viertwärmster Juni seit Messbeginn

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An vielen lauen Sommerabenden konnte das Alpenglühen bestaunt werden. In dieser Fotostrecke werfen wir einen Blick zurück auf den ersten Sommermonat. - © Hans ter Braak

Der heurige Juni ist außergewöhnlich heiß und im Großteil des Landes sehr sonnig gewesen. Zudem gab es verhältnismäßig viele Gewitter, die teils große Schäden anrichteten.

Ein sehr warmer bis heißer Monat geht zu Ende. Der Juni lag deutlich über dem vieljährigen Durchschnitt und bestätigt den Trend zu immer wärmeren Juni-Monaten. Im Vergleich zu den bereits sehr warmen Jahren 1991 bis 2020 lagen die Temperaturen noch mal um 2,3 Grad höher. Auf den Bergen betrug die Abweichung sogar 2,8 Grad.

Südwetterlagen dominierten

Der Hauptgrund für die hohen Abweichungen waren beständige Südwetterlagen: Mehr als die Hälfte des Monats wurde Luft aus südlichen oder südwestlichen Richtungen zu uns transportiert. Besonders eindrücklich waren die Auswirkungen auf unseren Gletschern, die bereits im Frühsommer kaum noch durch Schnee vor der Wärme geschützt waren:

Massive Gletscherschmelze drohtLesen Sie auch

Die Wiener City meldete 12 Tage mit über 30 Grad, aber auch mitten in den Alpen - in Innsbruck - wurden 11 solcher Hitzetage registriert. Das ist jeweils knapp sechs Mal so viel, wie es in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Fall war.

Beim Sonnenschein in den Top 10

Karte mit Sonnenscheindauer im JuniAbweichung der Sonnenscheindauer im Vergleich zur Klimaperiode 1991 bis 2020 - © ZAMG

Zu den sehr warmen Luftmassen gesellte sich viel Sonnenschein. Im Großteil des Landes wurden 10 bis 30 Prozent mehr Sonnenstunden registriert. Aufs ganze Land gesehen war es einer der 10 sonnigsten Juni-Monate seit Beginn der Aufzeichnungen.

Auf eine längere kühle Witterungsphase warteten Hitzegeplagte vergeblich. Lediglich auf den Bergen Westösterreichs sorgte ein kurzer Kaltlufteinbruch am 9. Juni für eine kleine Schafskälte mit Schnee. Im Nordosten wurde es zur gleichen Zeit zwar nicht wirklich kühl, dafür linderte ergiebiger Landregen endlich ein wenig die dort herrschende Trockenheit.

Heftige Gewitter auf der Tagesordnung

Gewitter am 28. Juni im Waldviertel

Vor allem in der Steiermark und in Oberösterreich war es ein überdurchschnittlich blitzreicher Frühsommermonat. Aber auch sonst krachte es vielerorts und zum Teil sehr heftig. Der traurige Höhepunkt einer Gewitterserie wurde am frühen Morgen des 29. Juni erreicht, als in Kärntner Ortschaften zerstörerische Muren abgingen.

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