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Fischsterben durch Rote Flut in Florida - Hurrikane eine Ursache

08:37
24. November 2022

Hurrikan als Ursache
Fischsterben durch Rote Flut in Florida

Rote Schlieren ziehen sich den Küsten durch das Wasser.Bei der Roten Flut verfärbt sich das Wasser häufig rot. Es kann jedoch auch braun oder grün schimmern, manchmal behält es seine natürliche Farbe. (Symbolbild)

Im Südwesten Floridas werden derzeit tote Fische angeschwemmt. Die dafür verantwortliche sogenannte Rote Flut verursacht viele Probleme für Meereslebewesen und auch Menschen.

Entlang der Golfküste Floridas in den USA werden aktuell zahlreiche tote Fische an Land gespült. Der Grund dafür ist die sogenannte Rote Flut, hervorgerufen durch die Hurrikane IAN und NICOLE. Neben dem Fischsterben können damit einhergehende giftige Algenblüten auch andere Wildtiere wie Seekühe und Delfine töten.

Die kleinen giftigen Partikel wirken wie ein Lähmungsmittel auf Meeresbewohner. Sobald sie in ihrem Körper sind, wird ihr Verhalten lethargisch, sie bekommen Atemprobleme und sterben.

Tote Fische werden an der Golfküste Floridas angespült.Fische sterben durch die Rote Flut an der Südwestküste Floridas.

Wenn die Wellen die schädlichen Algen aufbrechen, werden die Giftstoffe in die Luft freigesetzt und verursachen einen üblen Geruch an Stränden, nahe gelegenen Seen oder Kanälen. Diese Giftstoffe können auch Atemprobleme verursachen. Der Verzehr von Fisch oder Schalentieren aus den Gewässern der roten Flut kann für den Menschen sogar tödlich sein.

Was ist die Rote Flut?

Die "Red Tide" oder zu deutsch "Rote Flut" ist ein Phänomen, welches häufig an der Küste Floridas am Golf von Mexiko auftritt. Es wurde beispielsweise auch schon vor Japan oder unserer Atlantikküste gesichtet. Dabei verfärbt sich das Wasser häufig rot, es kann aber auch grün oder bräunlich schimmern.

Rote Flut als SymbolbildEin rotes Band ziehen sich entlang von Küsten durch das Wasser. (Symbolbild)

Der Grund dafür ist eine erhöhte Konzentration von Mikroalgen (meist Karenia brevis). Diese entsteht, wenn nährstoffreiches Tiefenwasser an die Meeresoberfläche befördert wird. Durch intensive Sonneneinstrahlung kommt es dann zu verstärktem Algenwachstum und das Wasser verfärbt sich.

Die zahlreichen Algenorganismen produzieren zudem eine Reihe von Giften (Brevetoxine), sodass es zu einem massenhaften Fischsterben kommt, wie auch aktuell entlang der Golfküste Floridas.

Hurrikan IAN und NICOLE mitverantwortlich

Die dort nachweisbar erhöhten Werte können unter anderem auf die Wirbelstürme IAN und NICOLE zurückgeführt werden. Zunächst verursachte IAN den Auftrieb des Wassers, wodurch die Mikroorganismen an die Oberfläche gelangten.

Schäden durch Hurrikan IAN

+ 11

Etwa einen Monat später zog Hurrikan NICOLE über die Ostküste, brachte auflandige Winde mit sich. So trieb sie die roten Fluten näher an die Küste. Darüber hinaus verursachte vor allem IAN große Regenfälle, die dazu führten, dass viele nährstoffreiche Abwässer zurück in das Meer gelangten. Dadurch konnten die giftigen Blüten gedeihen.

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