In aller Regel liegt auf den Bergen mehr Schnee als in den Tälern. Gerade im Frühling kann es aber auch mal umgekehrt sein.
Vor allem in den südlichen Tälern, wie etwa im Drautal, im Virgental oder im Defereggental sind die Talböden aktuell noch weiß, die Berghänge rundherum aber bereits aper.
Besonders an den Südhängen schmilzt der Schnee oft schneller als unten im Tal, da sie meist sonniger sind und die Sonnenstrahlen in einem steileren Winkel auftreffen. So wird mehr Wärmeenergie an die Erdoberfläche abgegeben.
Ein anderer wichtiger Faktor sind sogenannte Temperaturinversionen. In klaren Nächten sammelt sich die kälteste Luft am Talboden – ein Kaltluftsee bildet sich. Selbst tagsüber kann es im Tal noch deutlich kälter sein als weiter oben am Berg.