In Indien ist der Monsun in vollem Gange. Er bringt dort innerhalb weniger Monate rund 80 Prozent des Jahresniederschlages und ist daher lebenswichtig für das Land. Täglich sind im WetterRadar Gewitter zu sehen, die auch Überschwemmungen und Erdrutsche auslösen.
Schon gewusst
Der Begriff Monsun kommt aus dem Arabischen und bedeutet übersetzt „Jahreszeit“.
Dabei folgt der Monsun jedes Jahr dem gleichen Ablauf. Anfang Juni beginnt es zunächst im südlichsten Bundesstaat Kerala zu regnen. Dann breitet sich der Regen nordwestwärts aus. Anfang Juli erreicht er - wie auch in diesem Jahr - die nordwestlichsten Bundesstaaten.
Die vorhergesagten Regenmengen in Indien bis Ende kommender Woche
Dieses Jahr hat der Monsun ein paar Tage später eingesetzt als üblich. Vorausgegangen war in Indien ein sehr trockener und heißer Juni. Der Regen ist also dringend nötig. Bis Ende nächster Woche kommen teils mehr als 300 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen.
Monsun - Das ist die Ursache
Der Monsun entsteht, weil sich Land und Meer je nach Jahreszeit unterschiedlich stark erwärmen. Dadurch verändert sich vor allem auch die Windrichtung.
Im Sommer dreht der Wind in Indien auf Südwest und lenkt feuchte Luft vom Meer mit viel Regen weit ins Landesinnere. Im Winter ist es genau umgekehrt: Der Wind kommt hauptsächlich aus Nord bis Nordost vom trockenen Festland, sodass es kaum noch regnet.