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Österreich: Vermehrt Steinschläge und Felsstürze

13:21
28. Februar 2024

Wetter spielt eine Rolle
Vermehrt Steinschläge und Felsstürze

Am Sonntag löste sich ein mehrere Tonnen schwerer Block und stürzte in Abtenau auf eine Straße. Am Sonntag löste sich ein mehrere Tonnen schwerer Block und stürzte in Abtenau auf eine Straße. Ein Autofahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte dagegen. Er und seine Beifahrerin wurden verletzt. - © Freiwillige Feuerwehr Abtenau

In den vergangenen Wochen ist es zu ungewöhnlich vielen Steinschlägen gekommen. Dabei wurden auch Personen verletzt. Bei vielen Ereignissen spielt die Frostsprengung eine Rolle.

Zuletzt ist es in den Bergen immer wieder zu Sturzprozessen gekommen. Erst am vergangenen Sonntag wurden zwei Personen infolge eines Blockschlages im Salzburger Tennengau verletzt.

Sturzprozesse auch in St. Johann im Pongau und in Tirol

Am Montag kam es dann auf der Reschenstraße in Tirol zu einem Steinschlag. Ein 20 bis 30 Zentimeter großer Stein hatte sich gelöst und einen Bus beschädigt.

Zuletzt ereigneten sich besonders in den Bundesländern Salzburg und Tirol Steinschläge und Felsstürze. Zuletzt ereigneten sich besonders in den Bundesländern Salzburg und Tirol Steinschläge und Felsstürze.

Großes Glück gab es vor gut zwei Wochen in St. Johann im Pongau, als rund 3000 Kubikmeter Gestein oberhalb einer Straße abgebrochen waren. Ein 500 Tonnen schwerer Felsbrocken kam oberhalb der Straße zum Liegen. Menschen und Infrastruktur kamen nicht zu Schaden.

Frostsprengung als eine Ursache

Neben der Untergrundbeschaffenheit und der Zusammensetzung des Gesteins spielt die Verwitterung des Gesteins oftmals eine große Rolle.

Schon gewusst?

Die Frostsprengung bezeichnet die Volumensausdehnung von gefrierendem Wasser, welches in Risse oder Klüfte des Gesteins eindringt. In den Holräumen dehnt sich das Wasser beim Gefrieren aus. Dadurch kommt es zu einer Erhöhung des Drucks im Gestein, bis dieses gesprengt wird.

Normalerweise ereignen sich Fels- und Bergstürze vermehrt im Frühjahr, wenn es zu einem häufigen Wechsel zwischen Frost und Tauwetter kommt. Durch den warmen Februar und viel Niederschlag im Winter kommt es dieses Jahr wahrscheinlich schon jetzt zum Winterende zu den Ereignissen.

Großer Felssturz in den Leoganger Steinbergen

Mitte Jänner kam es gut 15 Kilometer Luftlinie nördlich von Zell am See am Birnhorn (2634 m) zu einem großen Felssturz. Damals donnerten rund 10.000 Kubikmeter Gestein mit einem Gewicht von etwa 25.000 bis 50.000 Tonnen in die Tiefe.

Verletzt wurde bei dem Ereignis im Hochgebirge niemand. Anders als bei den anderen Sturzprozessen spielte Wetter hier keine Rolle. Die Ursache des Ereignisses ist laut dem Geologischen Dienst vom Land Salzburg im Bruch entlang einer steilen Kluft zu finden. Das Gewicht der Felsmassen konnte dem nicht mehr standhalten.

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