Nassschneelawinen treten in den Alpen vor allem im Frühling auf und können Häuser oder Verkehrswege treffen.
Milde Luft und Aprilsonne machen den Altschnee anfällig: In den Alpen drohen schon morgens Nassschneelawinen.
In den Alpen ist die Schneedecke derzeit untertags instabil. Die Gründe sind die milde Luft und die kräftige Aprilsonne: Tagsüber sickert immer mehr Schmelzwasser in den Schnee. Zwischen den einzelnen Schichten bildet sich dabei ein Wasserfilm – und genau der nimmt dem Schnee den Halt.
Das Problem: Dann können sich zum Teil auch größere Schneemassen ganz von allein lösen. Für sogenannte Nassschneelawinen braucht es also nicht zwingend noch einen Skitourengeher oder Freerider als Auslöser.
Heikel wird es schon am Morgen. An sonnigen Hängen unterhalb von etwa 2500 Metern sind dann erste Lawinen möglich. Am Nachmittag steigt die Gefahr weiter an, wenn auch steile Nordhänge im Schatten - teils sogar bis 3000 Meter hinauf - kritisch werden.
Vom Rätikon bis zu den Hohen Tauern gilt aktuell Gefahrenstufe 3 von 5. Und eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht: Auch in den nächsten Tagen ist es in 2500 Metern mit 3 bis 5 Grad verhältnismäßig mild. Die Lage in den Alpen bleibt damit angespannt.