Heftige Gewitter haben in der vergangenen Nacht in der Obersteiermark zu Überschwemmungen, Hangrutschungen und Murenabgängen geführt. Besonders betroffen waren die Bezirke Liezen und Bruck an der Mur.
In den Gemeinden Mautern, Traboch und Thörl wurde Zivilschutzalarm ausgelöst. In Traboch drohte ein Damm zu brechen. Dort wurden in der Nacht rund 40 Personen evakuiert, die mittlerweile in ihre Häuser wieder zurückkehren konnten.
Rekordregenmenge in Aflenz
In der Marktgemeinde Aflenz im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag fielen in nur fünf Stunden knapp 100 Liter Regen pro Quadratmeter. So viel Niederschlag gab es an dieser Wetterstation an einem Julitag noch nie seit Messbeginn.
Innerhalb kurzer Zeit stiegen die Pegel der Bäche und Flüsse in den Regionen markant an. Der Thörlbach sowie die Liesing führten in der vergangenen Nacht kurzzeitig ein 10-jährliches Hochwasser.
Großeinsatz für die Feuerwehren
Die Einsatzkräfte sind seit den Nachtstunden im Dauereinsatz. Sie pumpen zahlreiche überflutete Keller und Garagen aus, befreien Straßen von umgestürzten Bäumen und Schlamm und bergen weggeschwemmte Fahrzeuge.
Wegen eines Murenabgangs ist die Bahnstrecke zwischen dem Bahnhof Mürzzuschlag und Krieglach bis mindestens Mittwochnachmittag gesperrt. Für Thörl und Mautern gilt weiterhin Zivilschutzalarm.
Auch am Mittwochnachmittag bis in die Nacht zum Donnerstag drohen in der Region weitere kräftige Gewitter mit Unwetterpotenzial. Sturmböen, Starkregen und großer Hagel können weitere Schäden verursachen.