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WetterTicker - Wetter live verfolgen

12:49
25. September 2022

WetterReporter vor Ort
Video: Rekord-Eisverlust in den Alpen

Noch nie seit Messbeginn haben die großen Alpengletscher so viel Eis verloren wie im vergangenen Sommer. Der Eisverlust übertraf sogar den des bisherigen Rekordsommers 2003 noch bei Weitem. Unsere WetterReporter Marco Kaschuba und David Volken berichten vom Aletschgletscher in der Schweiz.

Gletschereis gilt als wichtigstes Süßwasserreservoir der Alpenländer. Doch der Klimawandel setzt längst auch diesen Reserven immer mehr zu. Wir haben den Glaziologen der ETH Zürich bei ihren alljährlichen Messungen auf dem größten Eisstrom der Alpen begleitet, um den Umfang der sommerlichen Eisverluste zu bilanzieren.

Die Forscher beobachten und vermessen in der Schweiz rund 20 Gletscher. Wie die Forscher bei ihren Vermessungen vorgehen und wie sie zu ihren Erkenntnissen kommen, erfahren Sie im Video.

632Der Aletschgletscher im Schweizer Kanton Wallis ist der größte Eisstrom der Alpen.

So betrug der Eisverlust im Zungenbereich des Aletschgletschers rund 9 Meter, die der Eisstrom allein in diesem Sommer an Mächtigkeit verlor. Auf dem 2700 Meter hoch gelegenen Konkordiaplatz, dem Zusammenfluss vier großer Eisströme schmolzen über 6 Meter, soviel wie nie zuvor seit Messbeginn auf dieser Höhe.

Über den gesamten Gletscher gemittelt dürften etwa 3 bis 4 Meter verloren gegangen sein. Die erhobenen Messdaten müssen von den Glaziologen aber zunächst noch ausgewertet werden.

Österreichische Gletscher litten ähnlich stark

Ähnlich ist die Lage bei den Österreichischen Gletschern: Ersten Schätzungen zufolge beträgt der Dickenverlust auf dem Stubacher Sonnblickkees in den Salzburger Tauern bis zu 4 Meter. Nach dem Rekordsommer 2003 lag der Verlust bei 2,8 Meter.

Der Tiroler Jamtalferner hat heuer circa noch mal ein Drittel mehr Eis verloren als in den bislang wärmsten Sommern. Vor einem Jahr haben wir dort die Österreichische Gletscherforscherin Andrea Fischer bei der Bestimmung der Massenbilanz begleitet:

Wie besonders dieses Gletscherjahr war, ist auch an den frühen Ausaperungen der Eisflächen zu erkennen. Auf vielen Gletschern lag schon im August so gut wie kein Schnee mehr, wie die folgende Luftaufnahme vom Hallstätter Gletscher zeigt.

Normalerweise geschieht dies frühestens im September. Dadurch wurde heuer auf den Gletschern des Dachsteinmassivs bereits im Sommer der bisherige Negativrekord bezüglich der Eisschmelze übertroffen.

11:52
25. September 2022

Viele Tropenstürme aktiv
Supertaifun kurz vor den Philippinen

Supertaifun Noru trifft die Philippinen in diesen Stunden mit voller Wucht. Supertaifun NORU trifft die Philippinen in diesen Stunden mit voller Wucht. Im WetterRadar sind die enormen Niederschläge und zahlreichen Gewitter zu sehen.

Supertaifun NORU trifft die Philippen mit enormen Regenmengen und Orkanböen. Dort werden sehr schlimme Schäden befürchtet, denn die Naturgewalt zieht über dicht besiedelte Regionen. Auch in anderen Regionen der Welt sind tropische Wirbelstürme unterwegs.

Supertaifun NORU wütet aktuell genau über den Philippinen. Der Tropensturm der höchsten Kategorie 5 zieht in den kommenden Stunden mit Windspitzen über 300 Kilometer pro Stunde knapp nördlich der Hauptstadt Manila vorbei. Bei solchen Windgeschwindigkeiten sind große Schäden zu erwarten. Zudem wird vor sintflutartigen Regenfällen und einer Sturmflut gewarnt.

Während der Supertaifun über die Inseln hinwegzieht, schwächt er sich kurzzeitig zu einem mit Kategorie 3 vergleichbaren Hurrikan ab. Über dem Pazifik gewinnt er anschließend jedoch schnell wieder an Energie, sodass er voraussichtlich zum Mittwoch als starker tropischer Wirbelsturm auf Vietnam trifft.

Auf dem Atlantik brauen sich neue Hurrikans zusammen

Auch auf dem atlantischen Ozean wirbeln einige Tropenstürme. Derzeit am bedrohlichsten ist Sturm IAN, der in den kommenden Stunden von der Karibik Richtung Cayman-Inseln zieht und sich dabei zum Hurrikan verstärkt.

Das WindRadar zeigt die aktuellen Tropenstürme über dem Atlantik.Das WindRadar zeigt die aktuellen Tropenstürme über dem Atlantik. Dort können Sie auch sehen, ob sich die Stürme weiter intensivieren und wohin sie ziehen.

Auf Jamaica sowie im Westen Kubas stellen sich die Menschen bereits auf Sturzfluten und extreme Windböen ein. IAN wird dort voraussichtlich am Montagabend als Kategorie-3-Hurrikan eintreffen. Für Mitte der kommenden Woche warnt das amerikanische Hurrikanzentrum zudem vor Sturmfluten, Stürmen in Orkanstärke und starken Regenfällen im Westen des US-Bundesstaats Florida.

Ein weiterer potenziell gefährlicher Sturm befindet sich aktuell vor der Küste Westafrikas. Die sogenannte tropische Depression HERMINE kann sich in den folgenden Tagen bei ihrem Weg westwärts über den Atlantik durchaus zu einem Tropensturm oder sogar Hurrikan entwickeln.

Ein weiterer Tropensturm mit dem Namen GASTON brachte den Azoren kräftige Regenfälle und Sturmböen. Inzwischen hat er sich von den Inseln entfernt und wird schwächer.

Zuletzt bleibt noch der ehemalige Hurrikan FIONA. Er wütete als einer der stärksten Stürme seit Beginn der Wetteraufzeichnungen an Kanadas Ostküste. FIONA hinterließ enorme Schäden, ganze Häuser wurden mitgerissen.

Kanada: Ex-Hurrikan hinterlässt SchädenMehr erfahren
08:51
25. September 2022

14-Tage-Wetter
Es wird noch ungemütlicher

Frau mit Regenschirm geht bei Regen auf einer Allee entlangIn den nächsten Tagen sollte wieder der dicke Herbstmantel aus dem Kleiderschrank geholt werden.

Der Vollherbst hält in der neuen Woche Einzug. Oft ist es nass und lebhafter Wind fegt die Blätter von den Bäumen. Erst zum Ende der Woche steigen die Chancen auf mehr Sonne und Wärme.

Nach einem recht trüben Sonntag gibt es zu Beginn der letzten Septemberwoche zumindest wieder etwas mehr Wolkenlücken. Vor allem südlich des Alpenhauptkamms bleibt die Schauerneigung aber erhöht. Vom Mühlviertel bis ins Nordburgenland kommt der Regenschirm hingegen kaum zum Einsatz.

Temperaturen auf Talfahrt

Schon am Dienstag verabschiedet sich die Sonne wieder landesweit. Das ausgedehnte Tiefdruckgebiet THORVI über dem Nordmeer verlagert sich mit seinem Zentrum nach Dänemark und schickt einen Schwall maritimer Kaltluft zu uns.

Dabei regnet es zeitweise auch ergiebiger und es kühlt auf 9 bis 15 Grad ab. Somit fühlt es sich in Kombination mit lebhaftem Wind schon nach Vollherbst an. In den Bergen stattet der Frühwinter wieder einen Besuch ab.

Wetterkarte für Europa mit Temperatur der Luftmassen und eigezeichneten Drucksystemen. An der Westflanke eines Tiefs über Dänemark fließt ab Dienstag kalte und feuchte Luft zu uns.

Auch um die Wochenmitte herum bleibt es unter Einfluss von Tief THORVI sehr schaueranfällig, teils windig und herbstlich frisch. Zwischendurch zeigt sich aber auch immer wieder mal die Sonne. Besonders im Nordosten gehen sich längere trockene und freundliche Abschnitte aus.

Kommt der Altweibersommer?

Für nächstes Wochenende ist die Prognose noch sehr unsicher. Nach manchen Szenarien stößt ein Ableger des Azorenhochs zu den Alpen vor und bringt uns noch mal einen Hauch von Altweibersommer.

Andere Wettermodelle sehen hingegen den Einfluss eines nächsten Atlantiktiefs, welches uns weiterhin unbeständiges Wetter beschert. Immerhin besteht Einigkeit, dass der Temperaturtrend leicht nach oben zeigt.

In der ersten Oktoberwoche kippt dann die Tendenz zugunsten des erstarkenden Hochdruckeinflusses. Ob es nur für einzelne sonnige und freundliche Tage reicht oder der goldene Oktober für längere Zeit vorbeischaut, ist aber noch völlig offen.

18:11
24. September 2022

Böen in Orkanstärke
Kanada: Ex-Hurrikan mit massiven Schäden

Einer der stärksten Stürme seit Beginn der Wetteraufzeichnungen hat Kanadas Ostküste getroffen. Ex-Hurrikan FIONA hinterlässt enorme Schäden, ganze Häuser wurden mitgerissen.

Am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) hat FIONA als außertropisches Orkantief die Provinz Nova Scotia erreicht und ist dann weiter Richtung Neufundland gezogen. Dabei wurden Windböen von mehr als 160 Kilometer pro Stunde registriert und Wellen von mehr als 10 Meter Höhe. In Burnt Islands in Neufundland wurden ganze Häuser zerstört.

Bei Hunderttausenden Menschen in Nova Scotia fiel der Strom aus. Auch in der benachbarten Provinz Prince Edward Island kam es zu Zehntausenden Ausfällen. In der Provinzhauptstadt Charlottetown gab es zahlreiche umgestürzte Bäume und Strommasten. Eine Video zeigt, wie FIONA über die Straßen fegt:

Zuvor war FIONA am Freitag als Hurrikan der zweitstärksten Kategorie an dem britischen Überseegebiet Bermuda vorbeigezogen. Unmittelbar vor der kanadischen Küste schwächte er sich von einem Kategorie-3-Hurrikan der fünfstufigen Skala ab. Durch das Anzapfen kalter Luftmassen verlor FIONA den Hurrikanstatus.

Das WetterRadar zeigt, wie sich FIONA innerhalb von 24 Stunden entwickelt hat:

Bei diesem Prozess nahmen die Windgeschwindigkeiten allerdings wieder zu, sodass das Orkantief letztlich immer noch mit Böen in Hurrikanstärke über die Halbinsel hinweggezogen ist. Es ist außergewöhnlich, dass ein Hurrikan so weit nach Norden gekommen ist.

Zuvor war FIONA durch die Karibik gezogen und hatte in der Dominikanischen Republik und auf Puerto Rico enorme Schäden angerichtet.

Lexikon: Wie entstehen Tropenstürme?Mehr erfahren

(WO/dpa)

16:05
24. September 2022

Schnee in den Alpen
Neue Woche bringt Wintereinbruch

SchneeprognoseUm die Wochenmitte herum kommen in den höheren Lagen regional wahrscheinlich 10 bis 40 Zentimeter Neuschnee zusammen.

In den Alpen schneit es bald wieder. Kalte Polarluft dringt in der ersten Hälfte der neuen Woche bis zu uns vor und beschert den höheren Lagen eine gute Portion Schnee.

In den Bergen wird es nun abermals weiß. Nach jetzigem Stand schneit es insbesondere am Dienstag teilweise anhaltend. Vor etwa einer Woche hatte sich Frau Holle erstmals diesen Herbst gemeldet.

Meist liegt die Schneefallgrenze bei den kommenden Schneefällen um 1500 Meter. In der Nacht zum Mittwoch sind kurzzeitig sogar Flocken bis 1200 Meter möglich.

Insgesamt können bis Mittwochmorgen in Lagen ab 1800 Meter bis zu 40 Zentimeter Neuschnee fallen. Über 1500 Meter findet man regional zumindest mal eine angezuckerte Landschaft vor. Bis zum Ende der Woche ist in den höchsten Lagen bis zu einem Meter Schnee denkbar.

Winterliche Straßenverhältnisse

Autofahrer müssen auf den Berg- und Passstraßen mit schneebedeckten Abschnitten rechnen. Auch vorübergehende Sperrungen sind möglich.

Schnee in der WetterRadar-VorhersageMehr erfahren

Am häufigsten schneit es in den Staulagen des Alpenhauptkamms. Mitunter akkumuliert sich in den Stubaier und Zillertaler Alpen sowie in den Hohen Tauern am meisten Schnee.

Zurzeit sind die Prognosen noch mit größeren Unsicherheiten verbunden, sowohl bei den Schneemengen als auch bei der Schneefallgrenze. Einzelne Wettermodelle zeigen einen schwächer ausgeprägten Kaltluftvorstoß.

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