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07:15
1. Oktober 2022

Viel Regen und Sturm
Lokale Gefahr vor Überflutungen

Wetterkarte mit aufsummierten Regenmengen bis MontagabendDie Karte zeigt die prognostizierten Regensummen in Liter pro Quadratmeter bis Montagabend.

Der Oktober legt vielerorts einen nassen Start hin. Ein Frontensystem bringt in den kommenden Stunden reichlich Regen und stürmischen Wind in den Alpenraum. Lokale Überflutungen können die Folge sein.

Vom Atlantik ziehen Fronten mit Regen zu uns. Mit dieser feuchten Nordwestströmung wird es zwar wieder etwas milder, allerdings macht sich gleichzeitig auch stürmischer Wind bemerkbar. Das erste Oktoberwochenende sieht alles andere als golden aus.

Samstagmittag trifft die Front im Westen des Landes ein. Damit stehen der Alpennordseite große Regenmengen bis Montag bevor. In Summe kommen in den typischen Nordstaulagen vom Rheintal bis ins Salzkammergut zwischen 50 und 100 Liter Niederschlag auf den Quadratmeter zusammen.

Lokal kann es sogar noch mehr regnen. Manche Wettermodelle deuten an die 150 Liter Regen an. Die kräftigen Niederschläge innerhalb dieses kurzen Zeitraumes können zu örtlichen Problemen wie kleinräumigen Überflutungen führen. Auch im Rest des Landes wird es nass, im Osten und Süden sind es zwischen 5 und 10 Liter pro Quadratmeter.

Wetterkarte mit DrucksystemenVerschiedene Frontensysteme gelangen vom Atlantik nach Mitteleuropa.

Der Niederschlag kommt allerdings nicht alleine. Begleitet wird er von stürmischem Wind. Mit Eintreffen der Front sind auf den Bergen und in exponierten Lagen in der Westhälfte Geschwindigkeiten um 70 Kilometer pro Stunde möglich. Im Lauf der Nacht zum Sonntag legt der Wind zu und macht sich auch im Osten bemerkbar.

Sonntagfrüh pfeift er mit Spitzen um 100 Stundenkilometer. Selbst im Donauraum wird es mit kräftigen Böen und Regen ungemütlich. Auch am Montag bleibt uns das windige Wetter noch erhalten. Erst ab dem Dienstag setzt sich goldenes Oktoberwetter im Alpenraum durch. Dann dominieren Nebel, Sonnenschein und Temperaturen um 20 Grad das Wettergeschehen.

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11:56
30. September 2022

September-Rückblick
Erster unterkühlter Monat seit April

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Trotz spätsommerlichen ersten Septembertagen zeigten die Bäume schon die bevorstehende Jahreszeit an. - © Tobias Ferrari

Große Gegensätze haben den September geprägt. Zwischen knapp 30 Grad im Flachland und Flocken bis unter 1000 Meter war fast alles dabei. Das kalte Monatsende kam für viele überraschend nach viereinhalb Monaten warmem bis heißem Sommerwetter.

Der September verlief heuer zweigeteilt. In der ersten Hälfte gab es viele spätsommerliche Tage, wohingegen die zweite Monatshälfte zeitweise sogar schon an den Spätherbst erinnerte.

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Den meisten wird jedoch hauptsächlich die kühle zweite Hälfte in Erinnerung bleiben. Sie ist es auch, die in der Gesamtbilanz stärker ins Gewicht fällt. Insgesamt war der September nämlich um ein halbes bis ein Grad kühler als im Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre.

Kühlster September seit fünf Jahren

Somit handelt es sich um den ersten leicht unterkühlten Monat seit April. Dazwischen lag ein über weite Strecken heißer Sommer, in den höchstens mal zwei kühlere Tage am Stück eingelagert waren. Das letzte Mal, dass wir im September schon die dicken Herbstjacken hervorholen mussten, war im Jahr 2017.

Karte Österreich mit TemperaturarbweichungDer September fiel im ganzen Land kühler aus im Vergleich zum Klimamittel. - © ZAMG

Der häufige Tiefdruckeinfluss besonders ab Monatsmitte brachte nicht nur gedämpfte Temperaturen, sondern auch reichlich Niederschlag mit sich. Nach einem insgesamt trockenen Hochsommer bilanziert der September sogar mit knapp 10 Prozent mehr Regen als im klimatischen Durchschnitt. Dennoch gehört das Jahr 2022 bislang immer noch zu den fünf trockensten der letzten 30 Jahre.

Erster Schnee und Frost

Auf den Bergen schneite es ab Monatsmitte immer wieder, sodass im Hochgebirge womöglich bereits die Einwinterung begonnen hat. In den Nordalpen und am Hauptkamm liegen oberhalb 2500 aktuell rund 30 Zentimeter Schnee. Um den 18. September reichte es sogar kurzzeitig auch um 1000 Meter Höhe für ein paar Flocken.

Die tiefen Lagen blieben von einer weißen Überraschung noch verschont, dafür schaute Väterchen Frost mancherorts ungewohnt früh vorbei. Tiefstgelegener Ort mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt war Berndorf in Niederösterreich auf 337 Meter.

10:05
30. September 2022

Mehr Sonne und 20 Grad
14-Tage-Wetter: Goldenes Herbstwetter

Bäume im Herbstkleid und tief einfallender SonneSo lieben wir den Herbst: Bäume im Herbstkleid mit tief einfallender Sonne. Und so bekommen wir ihn auch demnächst wieder zu sehen.

Der Herbst hat sich zuletzt von seiner feuchtkühlen Seite gezeigt - das ändert sich nun. In der kommenden Woche setzt der Altweibersommer ein erstes Ausrufezeichen. Mit einem kleinen Wermutstropfen.

Das Wochenende bringt wechselhaftes Herbstwetter. Die meiste Sonne ist im Süden und Osten zu erwarten. Im Laufe des Samstags trudeln von Bayern her die nächsten Regenwolken ein. Entlang der Alpennordseite vom Bregenzerwald bis ins Salzkammergut regnet es häufig und teils kräftig. Hier können örtlich bis zu 100 Liter Regen in 48 Stunden zusammenkommen.

Überall sonst regnet es weniger, dafür weht speziell vom Donauraum bis ins Wiener Becken lebhafter bis kräftiger Westwind. Südlich der Alpen sorgt der Nordföhn für freundlicheres Wetter. Die Luft ist bereits spürbar wärmer als in der vergangenen Tagen. Somit steigt die Schneefallgrenze in den Alpen bis gegen 2500 Meter an. Im Flachland gibt es mit auffrischendem Westwind 15 bis 18 Grad.

Eine Wetterkarte zeigt die Verteilung von Hoch- und Tiefdruckgebieten in Europa. In der kommenden Woche dehnt sich ein Hochdruckgebiet bis nach Mitteleuropa aus.

Die neue Woche startet nördlich der Alpen mit Wolkenresten und letztem Regen. Danach erfolgt ein rascher Übergang zu sonnigem Wetter. Bis zur Wochenmitte lässt auch der kräftige Westwind nach.

Goldener Oktober kommt

Im weiteren Wochenverlauf verlagert sich das Hoch weiter nach Südosteuropa. Es verbindet sich allerdings mit einem weiteren Hoch über dem Atlantik, wodurch eine sogenannte Hochdruckbrücke entsteht.

Somit steht nach derzeitigem Stand bis mindestens nächstem Samstag freundliches und trockenes Wetter an. Über dem Flachland und in manchen Alpentälern halten sich einige Nebel- oder Hochnebelfelder. Diese können mitunter hartnäckig sein.

Auf den Bergen herrscht bei viel Sonnenschein und warmen Temperaturen ideales Ausflugswetter zum Wandern oder Biken. Zudem gibt es bei trockener Herbstluft eine ausgezeichnete Fernsicht.

Ob uns der Altweibersommer auch über das folgende Wochenende erhalten bleibt, ist noch unsicher. Tendenziell sind die Chancen aber dafür nicht so schlecht.

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07:24
30. September 2022

Video vom Wirbelsturm
Tornado und Überschwemmungen bei Rom

In der Nähe von Rom wirbelt ein Tornado In der Nähe von Rom bringt ein Tornado Schäden. - © Alexnal

Ein Tornado hat am Donnerstagnachmittag die Provinz Latina zwischen Rom und Neapel heimgesucht. Neben dem Wirbelsturm gab es kräftige Gewitter, die zu Überschwemmungen geführt haben.

Eine sogenannte Superzelle ist über die südliche Region Latium in Italien hinweggezogen. Die Königin der Gewitterwolken brachte neben kräftigen Regenfällen, Hagel und starken Windböen auch einen Tornado hervor.

Dieser sorgte für immense Schäden wie abgebrochene Bäume und Straßenschilder, zudem zerstörte er vor allem Ställe sowie landwirtschaftliche Einrichtungen. Verletzt worden ist nach aktuellem Stand niemand.

Auch danach zogen weitere schwere Gewitter über die gleiche Region. In der Folge schossen Flüsse aus Schlamm, Steinen und Schutt über die Straßen.

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16:25
29. September 2022

Hurrikan trifft Florida
Fotos: IAN mit historischen Schäden

Diese Häuser in Fort Myers Beach sind komplett zerstört.Diese Häuser in Fort Myers Beach sind komplett zerstört. - © dpa

Mit extremen Orkanböen, Starkregen und Sturmfluten ist Hurrikan IAN auf die Westküste Floridas getroffen. Es ist für Florida einer der stärksten Hurrikans der Geschichte mit Schäden von einem nie dagewesenen Ausmaß. Nun nimmt IAN Kurs auf South Carolina.

Mit Windgeschwindigkeiten von knapp 250 Kilometer pro Stunde und sintflutartigen Regenfällen hat Wirbelsturm IAN vom Golf von Mexiko aus Florida erreicht. IAN lag dabei nur knapp unterhalb der Schwelle zur höchsten Hurrikan-Kategorie.

Schäden durch Hurrikan IAN

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Der Hurrikan dürfte damit in die Liste der fünf schwersten Hurrikans in Florida kommen. Die bisher bekannten Schäden sind insbesondere in den Küstenregionen immens. So ist eine Straße bei Sanibel komplett weggebrochen.

In zahlreichen Städten an der Westküste stand das Wasser zum Teil bereits meterhoch, unter anderem in Fort Myers Beach, Cape Coral und Naples. Autos und teils sogar ganze Häuser trieben durch die Fluten:

Mehr als 2,5 Millionen Haushalte waren in der Nacht zeitweise ohne Strom. Die Behörden rechnen mit schweren Schäden an der Infrastruktur und den Kommunikationsleitungen. Die Einwohner wurden eindringlich gewarnt, auch weiterhin ihre Häuser nicht zu verlassen.

Über Land schwächt sich der Hurrikan zwar zunehmend ab. In der Nacht zum Donnerstag (Ortszeit) erreichte der Wind aber selbst im Landesinneren Floridas noch Geschwindigkeiten von über 150 Stundenkilometer. Das WindRadar zeigt, wie IAN über Florida hinweggezogen ist:

Besondere Gefahr geht weiterhin von heftigen, mit starken Gewittern durchsetzten Regenfällen aus, die den Wirbelsturm auf seiner Zugbahn begleiten.

Zudem gibt es Meldungen von Tornados, die sich in Zusammenhang mit dem Hurrikan gebildet und zusätzliche Schäden verursacht haben.

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Nach derzeitigem Stand wird der Wirbelsturm zunächst Florida weiter überqueren. Bei seinem anschließenden Weg vor der Ostküste der USA wird er über dem Atlantik noch einmal stärker, sodass IAN als Kategorie-1-Hurrikan auf die nächste US-Küste trifft.

Dann soll er etwa im Bereich von South Carolina mit Windgeschwindigkeiten von 130 Kilometern pro Stunde an Land gehen. Auch in diesen Gebieten drohen Schäden durch Wind und enorme Niederschlagsmengen.

(WO/APA)

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