WetterOnline ( https://www.wetteronline.de )
Startseite / WetterTicker

WetterTicker - Wetter live verfolgen

11:05
4. Dezember 2022

Neue Unwetter in Italien
Schlamm- und Wassermassen auf Sizilien

Schwere Unwetter mit Starkregen und Überflutungen haben am Samstag Sizilien heimgesucht. Wassermassen schossen durch die Straßen und hinterließen Schlamm und Geröll. Autos standen bis zu den Fenstern im Wasser.

Gewitter mit heftigen Regengüssen haben in Teilen Süditaliens Überschwemmungen ausgelöst. Besonders betroffen war Sizilien. Im Osten der Insel löste starker Regen am Samstagnachmittag und -abend in den Gebieten um die Städte Messina, Catania und Milazzo Sturzfluten aus und setzte zahlreiche Straßen unter Wasser.

Die Wassermassen hinterließen an vielen Orten Schäden und auf den Straßen und Wegen eine dicke Schicht aus Matsch und Schlamm. Anwohner begannen schon direkt nach den Unwettern mit den Aufräumarbeiten.

WetterRadar: Schwere Gewitter auf Sizilien

Auf dem folgenden WetterRadar-Bild sind die Gewitter zu sehen, die im Laufe des Samstags die Unwetter im Osten Siziliens verursacht haben. Über Stunden hinweg blieben westlich von Messina Gewitterzellen fast ortsfest und brachten vielen Orten enorme Regenmengen:

WetterRadar-Bild von Sizilien mit den Unwettern vom SamstagDas WetterRadar zeigt Starkregen (violette Farben) sowie zahlreiche Blitze (gelbe Punkte) im Osten Siziliens.

Viele Regionen am Mittelmeer werden seit Wochen von einer regelrechten Unwetterserie heimgesucht. Immer wieder peitscht der Wind hohe Wellen an die Küsten und heftige Regenfälle lösen Überschwemmungen und Schlammlawinen aus.

Warum gibt es im Herbst am Mittelmeer so viele Unwetter?

Dass aktuell so viele Unwetter im Mittelmeer wüten, ist kein Zufall, denn jetzt im Herbst haben Sturm und Regen dort Hauptsaison. Der Weg ist zu dieser Jahreszeit frei für Tiefs, die häufig schon deutlich kältere Luft im Gepäck haben. Über dem noch vergleichsweise warmen Meer steht dann besonders viel Energie zur Verfügung, die durch Verdunstung in die Atmosphäre gelangt.

Vor einer Woche: Erdrutsch auf IschiaMehr erfahren

Diese Vorgänge begünstigen die Entwicklung von kräftigen Gewittern mit Unwettergefahr. In diesem Jahr sind diese Prozesse besonders stark ausgeprägt, denn die Temperaturen des Mittelmeers liegen derzeit mit 17 bis 23 Grad noch etwa ein bis vier Grad über dem Durchschnitt. Das bedeutet: Es steht mehr Energie für Herbst- und Winterstürme zur Verfügung als sonst.

10:10
4. Dezember 2022

Bizarre Eislandschaft
Video: Dickes Raueis im Erzgebirge

Das triste Dauergrau hat im Erzgebirge an der deutsch-tschechischen Grenze auch eine bizarr-schöne Seite: Nebel, Wind und Dauerfrost verzaubern die Gipfellagen in eine atemberaubende Eislandschaft.

In den Hochlagen des Erzgebirges in Deutschland sieht es schon ziemlich winterlich aus. Doch Schnee ist nicht der Grund. Stattdessen lagert sich über 10 Zentimeter dickes Raueis an den Bäumen ab.

Raueis entsteht bei Nebel aus unterkühlten Wassertröpfchen. Dazu müssen die Temperaturen zwischen minus 2 und minus 10 Grad liegen. Derzeit herrschen am Erzgebirgskamm beste Bedingungen dafür. Durch das schnelle Wachstum kann das viele Eis so schwer werden, dass Äste unter der Last sogar einknicken.

Unterschied zwischen Raureif und RaueisLesen Sie auch
07:53
4. Dezember 2022

Besonderes Naturphänomen
Blasen in kanadischem See eingefroren

Im weichen Licht und vor der verschneiten Bergkulisse kommen die Eisblasen besonders schön zur Geltung. - © Nordegg Adventures

Im klaren Eis eines kanadischen Stausees lassen sich im Winter kleine Kunstwerke erkennen. Dabei handelt es sich um eingefrorene Methanblasen. Im rechten Licht geben sie hervorragende Fotomotive ab.

Ein außergewöhnliches Naturphänomen zieht ab dem Spätherbst viele Touristen und Fotografen an den Abraham Lake in Kanada. Der Stausee am Ostrand der Rocky Mountains in der Provinz Alberta ist nämlich bekannt für seine gefrorenen Blasen.

Im klaren und dunklen Eis bilden die eingeschlossenen weißen Blasen verschiedene Muster und bei entsprechender Lichtstimmung bietet sich ein faszinierender Anblick. Das Bergpanorama der Rockies leistet dabei ebenfalls seinen Beitrag.

TemperaturRadar AlbertaEisige Kälte: In der Provinz Alberta liegen die Temperaturen teils unter minus 30 Grad, wie das TemperaturRadar zeigt.

Nun ist es wieder soweit: Teile des Abraham Lakes sind bereits zugefroren und können betreten werden. Nicht ganz verwunderlich, denn schon seit Wochen liegen die Temperaturen meist deutlich unter Null. In den vergangenen Tagen wurden sogar Werte unter minus 30 Grad gemessen. Noch bedeckt die Eisschicht aber nicht den ganzen, über 30 Kilometer langen, See.

Blasen aus Methan

Bei den im Eis eingeschlossenen Blasen handelt es sich nicht etwa um Luft, sondern um Methan. Verantwortlich dafür sind Bakterien am Grund des Sees. Diese stoßen beim Abbau von organischen Stoffen in der sauerstofffreien Umgebung das Methan aus. Die Methanbläschen steigen folgend zur Oberfläche, wo sie sich zu größeren Blasen zusammenschließen und im zufrierenden See gleich mit einfrieren.

Gefrorene Methanblasen am BaikalseeAuch im Eis des Baikalsees in Sibirien werden weiße Kunstwerke Winter für Winter im Eis eingeschlossen.

Dieses Phänomen kennt man nicht nur aus Kanada. Auch etwa am Baikalsee lassen sich die gefrorenen Blasen im klaren Eis beobachten.

06:40
4. Dezember 2022

Zeit vor der Sonnenwende
Bald werden die Tage wieder länger

DezembersonneBis zur Wintersonnenwende verkürzt sich die Tageslänge noch weiter. Nach Weihnachten werden die Tage wieder länger.

Noch nimmt die Tageslänge ab und die Nächte werden länger. Doch mit der Wintersonnenwende am 21. Dezember ist die Talsohle erreicht. Nach Weihnachten werden die Tage wieder länger. Der späteste Sonnenaufgang lässt jedoch noch bis Anfang Januar auf sich warten.

Der Weihnachtsmonat ist der dunkelste Monat des Jahres. Selbst im südlichsten Österreich schrumpft die Tageslänge bis zur Sonnenwende am 21. Dezember auf etwas mehr als 8 1/2 Stunden. Im Norden des Landes, beispielsweise in Litschau in Niederösterreich steht die Sonne dann nur knapp 8 1/4 Stunden über dem Horizont. Die Nacht darauf ist die längste des ganzen Jahres.

Damit ist aber die Talsohle endlich durchschritten und die Tage werden ganz allmählich wieder länger. Zwar ist davon an den Weihnachtstagen noch kaum etwas zu merken, doch bis zum Jahresende nimmt die Dauer des lichten Tages unterm Strich immerhin schon wieder um rund 4 Minuten zu.

Spätester Sonnenaufgang erst Anfang Januar

Dies geschieht allerdings nicht gleichmäßig auf morgens und abends verteilt. Denn der früheste Sonnenuntergang findet bereits um den 12. Dezember herum statt, der späteste Sonnenaufgang dagegen erst um den 2. Januar. Ursachen dieses Phänomens sind die elliptische Form der Erdbahn um die Sonne sowie die Neigung der Erde zu ihrer Umlaufbahn.

SonnenwendtagAm 21. Dezember um 22:48 Uhr erreicht die Sonne den südlichsten Punkt ihrer Jahresbahn, den Wendekreis des Schützen. Dieses Ereignis wird auch als Wintersonnenwende bezeichnet.

So erreicht die Erde den sonnennächsten Bahnpunkt ihrer Umlaufellipse um die Sonne Anfang Januar. Weil sich die Erde in Sonnennähe deutlich schneller auf ihrer Bahn fortbewegt als Anfang Juli in Sonnenferne, bewegt sich auch die Sonne jetzt scheinbar schneller vor dem Sternenhintergrund als im Sommer. Dagegen dreht sich die Erde stets gleich schnell in 24 Stunden einmal um sich selbst.

Sonnenuhr geht fast immer vor oder nach

Diese Umstände führen dazu, dass eine Sonnenuhr gegenüber der für unsere Zeitmessung gebräuchlichen, mittleren (Orts-)Zeit im Laufe eines Jahres um bis zu 8 Minuten mal vor- und dann wieder nachgeht. Die tatsächliche "Sonnenzeit" weicht also die meiste Zeit des Jahres von der mittleren Zeit ab.

Ein weiterer, die Dauer der scheinbaren Bahn der Sonne über den Himmel beeinflussender Effekt beruht auf der Neigung der Erdachse. Diese lässt - je nach Jahreszeit - die Sonnenuhr ebenfalls um bis zu 10 Minuten abwechselnd vor- oder nachgehen. Weil sich beide Effekte dieser Erdbahnparameter gegenseitig überlagern, können sie sich in ihrer Wirkung auch wechselweise verstärken oder aufheben.

Die Erdbahn um die SonneDie Erdachse ist gegen die Ebene ihrer Umlaufbahn geneigt. Diese Schiefstellung führt nicht nur zu den klimatologischen Jahreszeiten, sie lässt auch die Sonnenuhr mal vor- und mal nachgehen.

So kommt es, dass die möglichen Abweichungen der tatsächlichen Sonnenzeit von der mittleren Zeit im Jahresgang im Extremfall über eine Viertelstunde erreichen können. Da sich die beiden ursächlichen Effekte jedoch meist nicht vollständig überlagern, geht die Sonnenuhr derzeit nur bis zu 16 Minuten vor und bis zu 14 Minuten nach.

Zeitgleichung macht Erdbahneinflüsse "sichtbar"

Um die beiden von den Erdbahnparametern ausgelösten Effekte "sichtbar" zu machen, werden sie in der sogenannten Zeitgleichung mit der gebräuchlichen, mittleren (Orts-)Zeit verknüpft. Dabei werden die Zeitgleichungswerte für alle Tage des jeweiligen Jahres berechnet und sekundengenau angegeben.

Ergebnis sind unter anderem die unterschiedlichen Kalendertermine für den frühesten Sonnenuntergang und den spätesten Sonnenaufgang.

Wussten sie schon ...

Die Zeitgleichung ist eine Kurve, die angibt um wie viel eine Sonnenuhr gegenüber der mittleren Zeit abweicht. Sie ändert sich stetig, um bis zu etwa 30 Sekunden in 24 Stunden.

Das gleiche Phänomen macht sich übrigens auch zur Zeit der Sommersonnenwende bemerkbar. Weil sich die Sonne dann aber wegen ihrer größeren Entfernung deutlich langsamer vor dem Himmelshintergrund bewegt als im Dezember, liegen auch die beiden Eckdaten weniger weit auseinander: So findet der früheste Sonnenaufgang um den 16. Juni statt, spätester Sonnenuntergang ist dagegen am 25. Juni.

Der Mondkalender 2022Lesen Sie auch
15:32
3. Dezember 2022

Erdrutsche und Fluten
Erneut Unwettergefahr am Mittelmeer

Auf dem Mittelmeer ist es derzeit wieder turbulent, wie unser WindRadar zeigt.Am Mittelmeer geht es beim Wetter derzeit wieder sehr turbulent zu, wie unser WindRadar zeigt.

Ein Unwettertief nach dem anderen jagt derzeit über das Mittelmeer. Zum wiederholten Mal wird in vielen Küstenregionen vor schweren Gewittern und Sturmböen gewarnt. Die Intensität und Häufigkeit der Stürme ist allerdings nicht überraschend.

Viele Regionen am Mittelmeer werden seit Wochen von einer regelrechten Unwetterserie heimgesucht. Immer wieder peitschen Sturm- oder sogar Orkanböen meterhohe Wellen an die Küsten und heftige Regenfälle lösen Überschwemmungen und Schlammlawinen aus.

Gischt trifft Häuser an Siziliens KüsteMehr erfahren

Nun drohen die nächsten starken Gewitter mit Sturmböen.

Von Neapel über Rom bis Genua: In fast allen westlichen Küstenregionen besteht derzeit Unwettergefahr. In der WetterRadar-Animation erkennt man gut, wo die teils giftigen Gewitter und massiven Starkregenzonen bis zum Sonntag am heftigsten zuschlagen:

Wegen der drohenden Unwetter sind auf der erst kürzlich von massiven Erdrutschen heimgesuchten Insel Ischia erneut mehr als 1000 Menschen vorsorglich evakuiert worden. Die Behörden gaben eine eindringliche Unwetterwarnung heraus.

Sie befürchten neue Schlammlawinen und Erdrutsche, wo schon zuletzt gewaltige Schlamm- und Wassermassen durch die Wohngebiete geschossen waren. Das Unwetter am letzten Novemberwochenende hatte elf Menschen das Leben gekostet, eine Frau gilt noch immer als vermisst.

Warum gibt es am Mittelmeer derzeit so viele Unwetter?

Dass aktuell so viele Unwettertiefs im Mittelmeer wüten ist kein Zufall, denn jetzt im Herbst haben Sturm und Regen dort Hauptsaison. Der Weg ist zu dieser Jahreszeit frei für Tiefs, die häufig schon deutlich kältere Luft im Gepäck haben. Über den noch vergleichsweise warmen Meeresflächen steht dann besonders viel Energie zur Verfügung, die durch Verdunstung in die Atmosphäre gelangt.

Diese Vorgänge begünstigen die Entwicklung kräftiger Tiefs. In diesem Jahr sind diese Prozess allerdings besonders stark ausgeprägt, denn die Temperaturen des Mittelmeers liegen derzeit mit 17 bis 23 Grad noch etwa 1 bis 4 Grad über dem Durchschnitt. Und das bedeutet: Es steht mehr Energie für Herbst- und Winterstürme zur Verfügung als sonst.

Link zu dieser Seite / Seite empfehlen
Seite per E-Mail empfehlen Mail

Das Wetter in ...