WetterOnline ( https://www.wetteronline.de )
Startseite / WetterTicker

WetterTicker - Wetter live verfolgen

14:15
1. Oktober 2022

Schmelze vorerst gestoppt
Video: Gletscher atmen wieder auf

Die Alpengletscher können vorerst aufatmen. Die Kombination aus tieferen Temperaturen und Neuschnee in den vergangenen Wochen haben die lange Schmelzphase der Gletscher beendet. Dadurch können nun die ersten Skigebiete öffnen.

Der Winter hat im Hochgebirge erneut Einzug gehalten. Die heimischen Gletscher haben ein weißes Winterkleid übergestreift. Auch am Stubaier Gletscher, wie im Video zu sehen ist, liegt eine Schneeschicht. Bereits seit 10. September fiel immer wieder etwas Neuschnee. Vor allem in den Nordalpen kam dabei einiges zusammen. Damit können die Gletscher vorerst aufatmen.

Für die Gletscher war nämlich das vergangene Jahr eine sehr schlechtes. Wenig Winterniederschlag, Saharastaubereignisse im Frühjahr sowie der viertwärmste Sommer in der Messgeschichte führten zu einer Rekordschmelze von Österreichs Gletschern. Hinzu kam noch, dass sommerliche Schneefälle in allen Höhenlagen weitgehend ausblieben.

Durch den gefallenen Schnee der vergangenen Wochen und den Temperaturrückgang zuletzt ist die Eisschmelze vorerst beendet. Auf den Gletschern findet wieder Akkumulation statt. Das bedeutet, dass mehr Schnee gespeichert wird und die Gletscher nicht an Masse verlieren. Nach der langen Schmelzphase ist das Balsam für das ewige Eis.

Neuschnee zu dieser Jahreszeit normal

Ein Hauch von Winter im Gebirge zu dieser Jahreszeit ist nichts Außergewöhnliches. Neuschnee in höheren Lagen im September ist normal. Auf dem Pitztaler Gletscher fiel bis jetzt sogar mehr Neuschnee als im langjährigen Mittel. Dort sind es nämlich 62 Zentimeter.

1
/4
Am 6. Juli 2022 verzeichnete das Sonnblick Observatorium auf über 3100 Meter Höhe keinen Schnee mehr. Das blanke Gletschereis des Kleinfleißkees schaute heraus. Über den Sommer nahm die Eisdicke um mehr als 4 Meter ab. - © foto-webcam.eu

Auch am Sonnblick Observatorium in den Hohen Tauern schneit es im Mittel 103 Zentimeter. In diesem September waren es etwas mehr als 60 Zentimeter. Den umliegenden Gletscher tut der Neuschnee allerdings gut. Immerhin verzeichnete man am 6. Juli 2022 dort die früheste Ausaperung seit Beginn der Messaufzeichnungen.

Der nun gefallene Neuschnee schützt nicht nur das weitere Abschmelzen der Gletscher, sondern ermöglicht auch Wintersportfans die ersten Schwünge auf den Skipisten zu ziehen. Die Gletscherskigebiete Sölden und Stubai haben bereits geöffnet.

Gletscherschmelze für heuer vorbei?

Bis Mitte Oktober könnte noch warmes Herbstwetter und die noch kräftige Sonne die Gletscher zu weiterem Abschmelzen bringen. Dann würde die jetzige Schutzschicht wegtauen und das blanke Gletschereis wieder zum Vorschein kommen.

Spannend könnte diesbezüglich die kommende Woche werden. Goldenes Oktoberwetter und Höchstwerte um 20 Grad stehen auf dem Programm. Auch in 3000 Meter Höhe steigen die Temperaturen in den deutlichen Plusbereich.

14-Tage-Wetter: Goldenes HerbstwetterMehr erfahren
07:15
1. Oktober 2022

Viel Regen und Sturm
Lokale Gefahr vor Überflutungen

Wetterkarte mit aufsummierten Regenmengen bis MontagabendDie Karte zeigt die prognostizierten Regensummen in Liter pro Quadratmeter bis Montagabend.

Der Oktober legt vielerorts einen nassen Start hin. Ein Frontensystem bringt in den kommenden Stunden reichlich Regen und stürmischen Wind in den Alpenraum. Lokale Überflutungen können die Folge sein.

Vom Atlantik ziehen Fronten mit Regen zu uns. Mit dieser feuchten Nordwestströmung wird es zwar wieder etwas milder, allerdings macht sich gleichzeitig auch stürmischer Wind bemerkbar. Das erste Oktoberwochenende sieht alles andere als golden aus.

Samstagmittag trifft die Front im Westen des Landes ein. Damit stehen der Alpennordseite große Regenmengen bis Montag bevor. In Summe kommen in den typischen Nordstaulagen vom Rheintal bis ins Salzkammergut zwischen 50 und 100 Liter Niederschlag auf den Quadratmeter zusammen.

Lokal kann es sogar noch mehr regnen. Manche Wettermodelle deuten an die 150 Liter Regen an. Die kräftigen Niederschläge innerhalb dieses kurzen Zeitraumes können zu örtlichen Problemen wie kleinräumigen Überflutungen führen. Auch im Rest des Landes wird es nass, im Osten und Süden sind es zwischen 5 und 10 Liter pro Quadratmeter.

Wetterkarte mit DrucksystemenVerschiedene Frontensysteme gelangen vom Atlantik nach Mitteleuropa.

Der Niederschlag kommt allerdings nicht alleine. Begleitet wird er von stürmischem Wind. Mit Eintreffen der Front sind auf den Bergen und in exponierten Lagen in der Westhälfte Geschwindigkeiten um 70 Kilometer pro Stunde möglich. Im Lauf der Nacht zum Sonntag legt der Wind zu und macht sich auch im Osten bemerkbar.

Sonntagfrüh pfeift er mit Spitzen um 100 Stundenkilometer. Selbst im Donauraum wird es mit kräftigen Böen und Regen ungemütlich. Auch am Montag bleibt uns das windige Wetter noch erhalten. Erst ab dem Dienstag setzt sich goldenes Oktoberwetter im Alpenraum durch. Dann dominieren Nebel, Sonnenschein und Temperaturen um 20 Grad das Wettergeschehen.

14-Tage-Wetter: Goldenes HerbstwetterLesen Sie auch
11:56
30. September 2022

September-Rückblick
Erster unterkühlter Monat seit April

1
/6
Trotz spätsommerlichen ersten Septembertagen zeigten die Bäume schon die bevorstehende Jahreszeit an. - © Tobias Ferrari

Große Gegensätze haben den September geprägt. Zwischen knapp 30 Grad im Flachland und Flocken bis unter 1000 Meter war fast alles dabei. Das kalte Monatsende kam für viele überraschend nach viereinhalb Monaten warmem bis heißem Sommerwetter.

Der September verlief heuer zweigeteilt. In der ersten Hälfte gab es viele spätsommerliche Tage, wohingegen die zweite Monatshälfte zeitweise sogar schon an den Spätherbst erinnerte.

Bildmaterial an die Redaktion sendenMehr erfahren

Den meisten wird jedoch hauptsächlich die kühle zweite Hälfte in Erinnerung bleiben. Sie ist es auch, die in der Gesamtbilanz stärker ins Gewicht fällt. Insgesamt war der September nämlich um ein halbes bis ein Grad kühler als im Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre.

Kühlster September seit fünf Jahren

Somit handelt es sich um den ersten leicht unterkühlten Monat seit April. Dazwischen lag ein über weite Strecken heißer Sommer, in den höchstens mal zwei kühlere Tage am Stück eingelagert waren. Das letzte Mal, dass wir im September schon die dicken Herbstjacken hervorholen mussten, war im Jahr 2017.

Karte Österreich mit TemperaturarbweichungDer September fiel im ganzen Land kühler aus im Vergleich zum Klimamittel. - © ZAMG

Der häufige Tiefdruckeinfluss besonders ab Monatsmitte brachte nicht nur gedämpfte Temperaturen, sondern auch reichlich Niederschlag mit sich. Nach einem insgesamt trockenen Hochsommer bilanziert der September sogar mit knapp 10 Prozent mehr Regen als im klimatischen Durchschnitt. Dennoch gehört das Jahr 2022 bislang immer noch zu den fünf trockensten der letzten 30 Jahre.

Erster Schnee und Frost

Auf den Bergen schneite es ab Monatsmitte immer wieder, sodass im Hochgebirge womöglich bereits die Einwinterung begonnen hat. In den Nordalpen und am Hauptkamm liegen oberhalb 2500 aktuell rund 30 Zentimeter Schnee. Um den 18. September reichte es sogar kurzzeitig auch um 1000 Meter Höhe für ein paar Flocken.

Die tiefen Lagen blieben von einer weißen Überraschung noch verschont, dafür schaute Väterchen Frost mancherorts ungewohnt früh vorbei. Tiefstgelegener Ort mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt war Berndorf in Niederösterreich auf 337 Meter.

10:05
30. September 2022

Mehr Sonne und 20 Grad
14-Tage-Wetter: Goldenes Herbstwetter

Bäume im Herbstkleid und tief einfallender SonneSo lieben wir den Herbst: Bäume im Herbstkleid mit tief einfallender Sonne. Und so bekommen wir ihn auch demnächst wieder zu sehen.

Der Herbst hat sich zuletzt von seiner feuchtkühlen Seite gezeigt - das ändert sich nun. In der kommenden Woche setzt der Altweibersommer ein erstes Ausrufezeichen. Mit einem kleinen Wermutstropfen.

Das Wochenende bringt wechselhaftes Herbstwetter. Die meiste Sonne ist im Süden und Osten zu erwarten. Im Laufe des Samstags trudeln von Bayern her die nächsten Regenwolken ein. Entlang der Alpennordseite vom Bregenzerwald bis ins Salzkammergut regnet es häufig und teils kräftig. Hier können örtlich bis zu 100 Liter Regen in 48 Stunden zusammenkommen.

Überall sonst regnet es weniger, dafür weht speziell vom Donauraum bis ins Wiener Becken lebhafter bis kräftiger Westwind. Südlich der Alpen sorgt der Nordföhn für freundlicheres Wetter. Die Luft ist bereits spürbar wärmer als in der vergangenen Tagen. Somit steigt die Schneefallgrenze in den Alpen bis gegen 2500 Meter an. Im Flachland gibt es mit auffrischendem Westwind 15 bis 18 Grad.

Eine Wetterkarte zeigt die Verteilung von Hoch- und Tiefdruckgebieten in Europa. In der kommenden Woche dehnt sich ein Hochdruckgebiet bis nach Mitteleuropa aus.

Die neue Woche startet nördlich der Alpen mit Wolkenresten und letztem Regen. Danach erfolgt ein rascher Übergang zu sonnigem Wetter. Bis zur Wochenmitte lässt auch der kräftige Westwind nach.

Goldener Oktober kommt

Im weiteren Wochenverlauf verlagert sich das Hoch weiter nach Südosteuropa. Es verbindet sich allerdings mit einem weiteren Hoch über dem Atlantik, wodurch eine sogenannte Hochdruckbrücke entsteht.

Somit steht nach derzeitigem Stand bis mindestens nächstem Samstag freundliches und trockenes Wetter an. Über dem Flachland und in manchen Alpentälern halten sich einige Nebel- oder Hochnebelfelder. Diese können mitunter hartnäckig sein.

Auf den Bergen herrscht bei viel Sonnenschein und warmen Temperaturen ideales Ausflugswetter zum Wandern oder Biken. Zudem gibt es bei trockener Herbstluft eine ausgezeichnete Fernsicht.

Ob uns der Altweibersommer auch über das folgende Wochenende erhalten bleibt, ist noch unsicher. Tendenziell sind die Chancen aber dafür nicht so schlecht.

Was ist der goldene Oktober?Mehr erfahren
07:24
30. September 2022

Video vom Wirbelsturm
Tornado und Überschwemmungen bei Rom

In der Nähe von Rom wirbelt ein Tornado In der Nähe von Rom bringt ein Tornado Schäden. - © Alexnal

Ein Tornado hat am Donnerstagnachmittag die Provinz Latina zwischen Rom und Neapel heimgesucht. Neben dem Wirbelsturm gab es kräftige Gewitter, die zu Überschwemmungen geführt haben.

Eine sogenannte Superzelle ist über die südliche Region Latium in Italien hinweggezogen. Die Königin der Gewitterwolken brachte neben kräftigen Regenfällen, Hagel und starken Windböen auch einen Tornado hervor.

Dieser sorgte für immense Schäden wie abgebrochene Bäume und Straßenschilder, zudem zerstörte er vor allem Ställe sowie landwirtschaftliche Einrichtungen. Verletzt worden ist nach aktuellem Stand niemand.

Auch danach zogen weitere schwere Gewitter über die gleiche Region. In der Folge schossen Flüsse aus Schlamm, Steinen und Schutt über die Straßen.

Alles Wissenswerte zu TornadosMehr erfahren
Link zu dieser Seite / Seite empfehlen
Seite per E-Mail empfehlen Mail

Das Wetter in ...