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Montag, 14.06.2021

Höhepunkt der Heuschnupfenzeit

Starker Flug von Gräserpollen

Pollenallergiker haben es in diesen Tagen schwer. Der Gräserpollenflug erreicht bei sonnigem und warmem Wetter seinen Zenit. Das gilt auch für die Roggenblüte. Lindern lassen sich die Beschwerden nur begrenzt.

Blühende Gräser setzen gerade bei trockenem Wetter große Mengen Pollen frei, wie dieser Wiesenfuchsschwanz. Bild: fotolia / Jürgen Kottmann

Für die meisten Menschen sind der Frühling und Frühsommer die schönste Zeit des Jahres. Doch Millionen von ihnen können die Sonne nicht wirklich genießen, denn vor allem die Gräserblüte macht vielen Allergikern zu schaffen. Auch der Flug der Roggenpollen erreicht seinen Höhepunkt. Rund zwölf Millionen Menschen leiden in Deutschland an Heuschnupfen.

Unbehandelt kann eine starke Pollenallergie in den Bronchien und in der Lunge großen Schaden anrichten. Der Grund: Die empfindlichen Schleimhäute reagieren sensibel auf die winzigen Quälgeister in der Luft und versuchen diese mit aller Kraft abzuwehren.

Ein paar einfache Verhaltensregeln können die Beschwerden lindern. So sollten Allergiker ihre Wohnung in der Stadt morgens, auf dem Land dagegen abends lüften, dann ist nicht so viel Blütenstaub in der Luft. Abendliches Haarewaschen hilft, den lästigen Blütenstaub, der sich tagsüber im Haar festgesetzt hat, nicht mit ins Bett zu nehmen. Trocknet die Wäsche draußen, können sich Pollen darin verfangen. Daher ist es besser, die gewaschene Wäsche in einem Trockenraum aufzuhängen oder den Wäschetrockner zu benutzen.

Einigermaßen pollenfreie Luft findet man bei trockenem Wetter im Frühsommer fast nur am Meer oder im Hochgebirge. Ansonsten hilft nur längerer Regen, denn er wäscht den Blütenstaub aus der Luft.

Nicht nur Gräserpollen können lästige Beschwerden hervorrufen. Auch der Verzehr von Dinkel- oder Haferbrot, Mais oder Hirse kann Bläschen und Juckreiz im Mund auslösen. Nicht selten sind für diese Symptome mitunter Hülsenfrüchte verantwortlich. Häufig steckt dann eine Kreuzallergie dahinter. Die Allergene mancher Pollen und Lebensmittel ähneln sich so sehr, dass das Immunsystem von Allergikern sie nicht unterscheiden kann.

Die Grafik zeigt die Blühzeit der einzelnen Pollenarten, aus einer Auswertung der Daten von 2013 bis 2020. Rot markiert ist die Pollenhauptsaison. Der Gräserpollenflug hält bis in den Spätsommer hinein an.

Welche Symptome für eine Pollenallergie sprechen und wie Sie diese behandeln können, erfahren Sie in unserer Rubrik Pollenflug. Außerdem erhalten Sie dort noch mehr Informationen zu Pollenarten und Kreuzallergien.

(Ein Bericht von Tommy Kühnlein aus der WetterOnline-Redaktion)

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