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Donnerstag, 19.07.2018

Einige Badeseen gesperrt

Blaualgen trüben Badespaß

Das Sommerwetter sorgt nicht überall für Badespaß. Im warmen Wasser vermehren sich gefährliche Bakterien. In den letzten Wochen haben sich vor allem die giftigen Blaualgen ausgebreitet.

Der Name "Blaualge" ist irreführend. Es handelt sich dabei eigentlich nicht um Algen, sondern um winzige Cyano-Bakterien. Sie können die Gewässerqualität stark beeinträchtigen.

Mit der Wärme sind die Gesundheitsgefahren in Badegewässern durch Bakterien gestiegen. Wegen starken Befalls mit Blaualgen ist etwa das Baden im Fahrländer See in Potsdam ab sofort bis auf Weiteres verboten. Auch andere Badeseen wie der Öjendorfer See in Hamburg und Neustädter See in Magdeburg sind davon betroffen. An anderen Badeseen wird zwar regelmäßig die Wasserqualität überprüft, Badegäste und auch Camper müssen aber jederzeit damit rechnen, dass die Gesundheitsbehörden Badeverbote verhängen.

Badegäste erkennen Blaualgen an bläulich-grünen Schlieren. Hinzu kommt ein unangenehmer Geruch. Wer in knietiefem Wasser seine Füße nicht mehr sehen kann, sollte dort besser nicht baden. Archivbild: dpa

In Berlin bestehen aktuell zwar noch keine Badeverbote, jedoch rät das Landesamt für Gesundheit und Soziales vom Baden am Freibad Halensee, am Flughafensee und an der Lieper Bucht an der Unterhavel ab. Verunreinigt wurden die Gewässer auch durch den starken Regen in der vergangenen Woche, mitunter durch Schmutzwasser aus der Kanalisation. Bei hohen Wassertemperaturen können sich Bakterien massenhaft vermehren. Besonders Blaualgen können Durchfälle, Übelkeit, Hautreizungen sowie allergische Reaktionen auslösen.

Die Wasserqualität wird an offiziellen Badestellen regelmäßig gemessen. Sobald sich diese verschlechtert, stellen die Behörden Warnschilder auf. Archivbild: dpa

Wer durch Wasser mit Blaualgen geschwommen ist, sollte sich danach sofort mit Seife waschen und die Badekleidung wechseln. Kinder und Kleinkinder sind durch Blaualgen besonders gefährdet. Falls nach dem Baden starke Beschwerden auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Die Vermehrung der Bakterien wird auch durch Nährstoffe begünstigt, die durch Vogelkot oder die Landwirtschaft in die Gewässer gelangen. Algenteppiche sind jedoch sehr wind- und wetterabhängig und können sich innerhalb weniger Tage wieder auflösen.

(dpa/WO)

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