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Montag, 15.07.2019

Monats-Halbzeitbilanz

Juli bisher trocken und kühl

Nach dem wärmsten und sonnigsten Juni seit Messbeginn präsentiert sich der Juli bislang ganz anders: Die erste Monatshälfte war relativ kühl, wolkig und wechselhaft. Vom dringend benötigten Regen fiel trotzdem nicht genug.

Die Elbe führt seit Wochen extremes Niedrigwasser, Schiffe und Fähren liegen fest. Der Pegel Magdeburg pendelt tagelang nur wenige Zentimeter über dem Rekord-Tiefststand, der erst im vergangenen August aufgestellt worden war. Bild: dpa

Trotz des kühlen und unbeständigen Sommerwetters fiel im Juli bisher verbreitet nicht genug Regen. Schauer und Gewitter hinterließen zwar punktuell Überschwemmungen, weite Landesteile bekamen jedoch nur 10 bis 25 Liter pro Quadratmeter. In Teilen von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern kam mit 2 bis 5 Liter sogar so gut wie nichts zusammen. Im Mittel fallen in einer Julihälfte je nach Region 25 bis 50 Liter. Nach dem trockenen Juni dauert die Dürre damit weiter an und die Waldbrandgefahr bleibt hoch.

Nach der Saharaluft im Juni dominierte im Juli bisher kühle Nordseeluft das Wetter. Besonders in der Nordhälfte war es dadurch rund drei Grad kühler als im Mittel für Juli und bis zu sechs Grad kühler als im Vormonat Juni. In Hamburg gab es bislang noch keinen Sommertag, also Höchstwerte über 25 Grad. Im Süden präsentierte sich der Juli dagegen sommerlicher. Während in Schleswig-Holstein die Mitteltemperatur regional bei unter 15 Grad lag, waren es am Bodensee über 20 Grad.

In der ersten Julihälfte war der Regen durch viele Schauer und Gewitter sehr ungleich verteilt. Verbreitet kamen aber nur 10 bis 25 Liter pro Quadratmeter zusammen.

Nicht nur bei der Temperatur, sondern auch beim Sonnenschein gleicht der Juli den Juni ein wenig aus. Nach rund 300 Sonnenstunden im Juni dominieren im Juli bisher Wolken den Himmel. Am trübsten war es dabei im Nordwesten. In Bremen und Hamburg schien die Sonne in den ersten zwei Juliwochen lediglich 45 Stunden, was in Summe gerade mal drei sonnigen Tagen entspricht. Etwas sonniger als im Mittel war es dagegen im Südwesten.

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