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Mittwoch, 15.05.2019

Halbzeitbilanz Mai

Bisher jede Nacht Bodenfrost

Frost, Schnee und wenig Sonne - der Mai hat uns in der ersten Monatshälfte seine kalte Schulter gezeigt. Es gab viele neue Rekordtiefstwerte und täglich Bodenfrost. Ab jetzt wird der Mai aber wärmer.

Wenn der Mai nun zu Ende ginge, wäre er mit einer Mitteltemperatur von rund 8,5 Grad der kälteste seit Beginn der Aufzeichnungen. Bis Monatsende wird die Abweichung vom Mittel aber deutlich geringer ausfallen.

Mit einer durchschnittlichen Temperatur von rund 8,5 Grad ist die erste Maihälfte außerordentlich kalt gewesen. Die Zahl der Tage mit Bodenfrost verdeutlicht den ungewöhnlichen Verlauf: Die Nächte vom 4. bis zum 8. Mai waren verbreitet frostig. Bisher sank in jeder Nacht irgendwo die Temperatur am Boden unter den Gefrierpunkt. Dies sind Zahlen, die man sogar in milden Wintermonaten kaum findet. Besonders im Vergleich zum rekordwarmen Mai 2018 sind die Unterschiede enorm: Der Monat schloss damals mit einer Mitteltemperatur von 16,0 Grad ab.

Bis in tiefere Lagen rieselten am 4. Mai Schneeflocken. Bild: Norbert Kremer

Die Wetterlage ändert sich jedoch in den nächsten Tagen und mit den Temperaturen geht es deutlich bergauf. Regional sind schon am Wochenende Höchstwerte um 25 Grad möglich. Die negative Abweichung wird bis zum Monatsende daher ordentlich nach oben korrigiert werden. Dennoch wird der Mai voraussichtlich am Ende kühler als im langjährigen Durchschnitt ausfallen, zumindest wenn man das gleitende Mittel der vergangenen 30 Jahre zugrunde legt.

Im Gegensatz zum Vorjahresmonat ist der Mai diesmal in vielen Regionen ziemlich nass gewesen. Dabei fiel im Landesdurchschnitt bereits die Hälfte des Regens im Vergleich zum Klimamittel. Allerdings sind die regionalen Unterschiede groß: Besonders in Teilen Norddeutschlands fehlt weiterhin Regen, dort reichte es häufig nur für 5 bis 15 Liter pro Quadratmeter. In einem breiten Streifen quer über der Landesmitte wurden dagegen regional mehr als 30 Liter registriert.

Die größten Niederschlagssummen gab es bisher in der Landesmitte, im Schwarzwald und am Alpenrand.

Beim Sonnenschein gibt es fast überall Nachholbedarf. Besonders in den Mittelgebirgen und Alpen versteckte sich die Maisonne bisher oft hinter dichten Wolken. Das Norddeutsche Tiefland und die Küstenregionen verzeichneten dagegen die meisten Sonnenstunden.

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