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Unwetter im Rückblick

Donnerstag, 12.04.2018

Sommergewitter mitten im April

Starkregen und Überflutungen

Zahlreiche Blitze, Starkregen und Hagel - am 11. und 12. April 2018 haben in einigen Landesteilen heftige Gewitter für diese Jahreszeit gewütet. Dabei liefen Keller voll und Blitzeinschläge lösten Brände aus.

Auf Teile Wuppertals prasseln 2 bis 3 Zentimeter große Hagelkörner nieder. Bild: Marc Hall

Zunächst entluden sich in einem Streifen vom Niederrhein bis in den Norden Bayerns und im Südwesten heftige Gewitter. Insgesamt zuckten rund 70.000 Blitze über den Himmel Mitteleuropas. Am stärksten betroffen waren dabei das Siegerland und das Bergische Land in Nordrhein-Westfalen. Da die Gewitter nur recht langsam zogen, kamen binnen kurzer Zeit große Regenmengen zusammen. Am meisten Niederschlag fiel mit 33 Liter pro Quadratmeter im Oberbergischen Kreis. Örtlich prasselte auch Hagel nieder, der die Straßen in Rutschbahnen verwandelte.

In der Wetterau in Hessen zucken zahlreiche Blitze über den Himmel. Bild: Wolfgang Imöhl

Nach einem Blitzeinschlag in Hilchenbach nördlich von Siegen rückte die Feuerwehr zum Löschen eines Hausanbaus aus. In und um Siegen gab es mehrere überflutete Straßen. In Düsseldorf sperrte die Feuerwehr vollgelaufene Unterführungen, zudem löschten die Einsatzkräfte einen kleinen Brand nach einem Blitzeinschlag. Auch in Essen und Wuppertal hatten die Einsatzkräfte am Abend hauptsächlich durch vollgelaufene Keller einiges zu tun. In Cappel bei Marburg entwurzelte eine heftige Gewitterböe mehrere Bäume, die eine Kreisstraße blockierten.

Im Vogelsbergkreis bedeckten zum Teil dicke Schlammschichten die Fahrbahnen, in Fulda und Hünfeld wurden zahlreiche Straßen überspült. Am nächsten Tag traf es dann die östlichen Landesteile. In Frohburg bei Leipzig schlug ein Blitz in eine Windkraftanlage ein. Dadurch kam es zu einem Kurzschluss und schließlich zu einem Feuer. Die Einsatzkräfte konnten den Brand schnell löschen.

Das WetterRadar vom 10. April 2018 zeigt teils heftige Gewitter über der Landesmitte und im Westen in den Abendstunden.

Verantwortlich für die heftigen Schauer und Gewitter war eine Luftmassengrenze, die etwas kältere Luft im Südwesten von warmer Luft weiter im Nordosten trennte. Dort, wo die Winde aus unterschiedlichen Richtungen aufeinandertrafen, bildeten sich dicke Quellwolken. Schauer und Gewitter ließen nicht lange auch sich warten.

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