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Unwetter im Rückblick

Mittwoch, 28.11.2018

Tödliche Brände in Kalifornien

Viele Tote und verkohltes Land

Im November 2018 haben in Kalifornien die schlimmsten Wald- und Buschbrände in der Geschichte des US-Bundesstaats gewütet. Dabei wurden 89 Menschen getötet und mehr als 10.000 Gebäude zerstört. Die Schäden gehen in die Milliarden.

Eine unvorstellbare Feuerwalze suchte Kalifornien heim. Schlimme Waldbrände führen besonders im Norden des US-Bundesstaats zu katastrophalen Zerstörungen. Dutzende Menschen kommen ums Leben. Bild: dpa

Drei Flächenbrände in Nord- und Südkalifornien zerstörten rund 19.000 Gebäude. Am schwersten betroffen war der Ort Paradise im Norden des Westküstenstaates. Das sogenannte Camp-Feuer hatte dort fast die gesamte Siedlung abgebrannt. Allein diesem verheerenden Großfeuer fielen 86 Menschen zum Opfer. Das Feuer war am 8. November ausgebrochen und erst am 25. November vollständig unter Kontrolle gebracht worden. Mehrere Tausend Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Sind die Feuer erloschen, dann bleibt nur noch ein Trümmerfeld zurück. Bild: dpa

Ein weiteres Großfeuer, das sogenannte "Woolsey Fire", verwüstete Teile des Promi-Wohnorts Malibu. Die Brände verkohlten Hunderttausende Hektar Wald und verursachten Schäden in Höhe von mindestens acht Milliarden Euro. Auf diese Zahl summieren sich die bisherigen Schadensmeldungen der Versicherungen. Die zerstörerischen Waldbrände von 2018 waren die tödlichsten und teuersten in der Geschichte Kaliforniens. Mitverantwortlich für das Feuerinferno waren eine lange Dürre, verdorrte Vegetation und stürmische Winde.

Die sogenannten Santa-Ana-Winde fachten die Flammen immer wieder neu an und wirkten wie Brandbeschleuniger. Gerade dieses Jahr kam noch hinzu, dass es zwischen Oktober 2017 und Mai 2018 sehr viel regnete. Die braunen Berghänge ergrünten erstmals seit Jahren. Das hielt ein paar Monate an, dann kam der heißeste Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die frisch gewachsene Biomasse verdorrte und entzündete sich rasch. Doch auch der Mensch trägt Schuld. So sind in den vergangenen Jahrzehnten Millionen Kalifornier aufs Land gezogen.

Überall Rauch und Asche: Die Feuerwehr versucht an allen Ecken die Waldbrände zu bekämpfen. Bild: dpa

Neue Kommunen entstanden in den schon seit Jahrhunderten brandgefährdeten Gebieten. Alle zehn bis 15 Jahre war bislang ein solches Feuer über die trockene Steppenlandschaft gezogen. Dort, wo jedoch Menschen leben, gibt es auch Stromleitungen, die vom Wind heruntergerissen werden können. Eine unachtsam weggeworfene Zigarettenkippe oder ein nicht richtig gelöschtes Grillfeuer können schnell ein Brand auslösen.

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