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Wetterrückblick

Samstag, 30.11.2019

Rückblick Herbst 2019

Etwas wärmer und leicht nasser

Im Vergleich zu anderen Jahren ist der Herbst 2019 diesmal wärmer und etwas nasser gewesen. Der September, Oktober und November hatten von fast allem etwas zu bieten: Schauerwetter, Altweibersommer, Sturm und sogar ersten Schnee in den Hochlagen.

Besonders in der zweiten Herbsthälfte trübten immer länger in die Tage hinein dichte Nebelschwaden die Sicht. Bild: dpa

Der Herbst 2019 war rund ein Grad wärmer als im langjährigen Durchschnitt. Pünktlich zum meteorologischen Herbstbeginn am 1. September gab es einen kräftigen Temperaturrückgang in Deutschland. Lediglich in den östlichen Bundesländern zeigte das Thermometer nochmals über 30 Grad an. Mit 33,8 Grad erreichte Coschen südlich von Eisenhüttenstadt den höchsten Wert des Herbstes. Anschließend wechselten sich kühle und warme Abschnitte häufig ab. Die ersten Nachtfröste gab es vom 19. bis 21. September.

Der Herbst war wärmer als im Klimamittel, allerdings war er noch längst kein Ausreißer. Deutlich wärmer verliefen der Herbst 2014 und 2006.

Der Oktober präsentierte sich zur Monatsmitte wieder vielfach spätsommerlich. In Süddeutschland ging es stellenweise auf 25 Grad und mehr hinauf. Dann kam es zu einer Achterbahnfahrt: Während die Temperatur am 31. Oktober in Sohland bei Bautzen bis auf minus 8 Grad sank, stieg sie nur drei Tage später in Ohlsbach bei Offenburg wieder auf 20 Grad an. Den bundesweit tiefsten Wert in diesem Herbst mit minus 9,6 Grad meldete Meßstetten auf der Schwäbischen Alb am 11. November. Danach zeigte sich der Spätherbst häufig von seiner milden Seite.

In diesem Herbst fiel ein wenig mehr Regen als im langjährigen Durchschnitt. Deutlich trockener war der Herbst im vergangenen Jahr gewesen.

Hinsichtlich der Regenmengen war der Herbst etwas nasser als im Mittel der vergangenen 30 Jahre. Dabei fielen im bundesweiten Durchschnitt 205 Liter Regen pro Quadratmeter. Die Unterschiede waren jedoch wieder sehr groß: Die Monatssummen schwankten lokal zwischen rund 90 und 500 Liter pro Quadratmeter. So kamen vom Ostharz bis zur Lausitz teilweise nicht mal zwei Drittel der durchschnittlichen Regenmenge zusammen. Im Saarland fiel dagegen rund ein Drittel mehr als üblich. Dort reichte es beinahe für 320 Liter pro Quadratmeter.

Zunächst setzte sich in den meisten Gebieten die Trockenheit des Sommers weiter fort. Erst im letzten Septemberdrittel kam der langersehnte Regen. Tiefs brachten bis in den November hinein immer wieder Regenfälle. Mitunter entluden sich für die Jahreszeit ungewöhnlich starke Gewitter. Mitte Oktober beispielsweise richtete eine Gewitterfront in Norddeutschland große Schäden an. Besonders der Großraum Hannover war von den Unwettern stark betroffen.

Die Sonnenscheindauer traf fast genau den Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre.

Mitte November fiel bis in mittlere Lagen Schnee. So meldeten einige Regionen in der Eifel bis zu 25 Zentimeter Schnee. Die Sonnenscheindauer erreichte mit rund 315 Stunden ziemlich genau das langjährige Mittel. Die sonnenscheinarmen Gebiete mit weniger als 230 Stunden lagen vor allem in Schleswig-Holstein und im Sauerland. Am längsten schien die Sonne mit bis zu 415 Stunden im Bayerischen Wald, im Allgäu und in Sachsen.

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