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Wetterrückblick

Sonntag, 31.12.2017

Jahresrückblick 2017

Erneut warm mit ordentlich Regen

Auch 2017 fügt sich nahtlos in die Reihe überdurchschnittlich warmer Jahre seit 2014 ein. Allerdings schlugen die Temperaturen dabei einige Wellen. Zudem war das Jahr seit längerem mal wieder ausgesprochen feucht.

2017: Das nächste warme Jahr. Dennoch gab es dazu recht viel Regen. Bild: dpa

Das Jahr 2017 gehörte mit einer Durchschnittstemperatur von 9,6 Grad zu den acht wärmsten Jahren seit Messbeginn im Jahr 1881. Dabei startete es im Januar sehr kalt. Bei Temperaturen bis unter minus 25 Grad am Alpenrand froren viele Seen und Flüsse zu. Es folgten zwei sehr milde Übergangsmonate, bevor vor allem im April Spätfröste zu Schäden an vielen Pflanzen führten. Erste Hitzeperioden im Mai und Juni leiteten einen vor allem im Süden sehr warmen Sommer ein. Der Jahresspitzenwert wurde so bereits am 22. Juni mit 37,2 Grad in Trier gemessen.

2017 setzt die Reihe der überdurchschnittlichen warmen Jahre fort und zählt zu den acht wärmsten seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881.

In Norddeutschland dagegen blieb der Sommer recht kühl, weiter südlich dann der September. Allerdings holten die Folgemonate das Temperaturminus schnell wieder auf. Der Oktober war einer der wärmsten überhaupt. Im Spätsommer und Herbst sorgten zudem die drei Stürme SEBASTIAN, XAVIER und HERWART für größere Schäden. Anschließend verlief das Jahr trotz kurzer kälterer Phasen immer wieder mild mit einem fast frühlingshaften Finale.

Nach sechs trockenen Jahren in Folge fiel 2017 wieder mehr Niederschlag als im langjährigen Mittel. Dabei war zunächst der Winter regional so trocken wie seit Jahrzehnten nicht mehr mit wenig Schnee. Der folgte dann teils noch im Frühling. Der Sommer startete trocken, wurde im Verlauf aber erneut unwetterträchtig. Auch Berlin blieb von Überflutungen nicht verschont. Am 29. Juni wurde dort mit fast 200 Liter pro Quadratmeter die größte Regenmenge an einem Tag gemessen. Der Herbst und frühe Winter zeigten sich dann ebenfalls häufiger nass.

Im Vergleich zu seinen Vorgängern zeigte sich das Jahr 2017 deutlich feuchter. Trotzdem bewegte sich die Regenmenge über Deutschland verteilt noch immer im Normalbereich des langjährigen Durchschnitts.

Die Sonne verwöhnte uns vor allem in der ersten Jahreshälfte. Schon im Winter schien sie dank zahlreicher Hochs lange Zeit. Auch im Frühjahr zeigte sie sich besonders im März und Mai häufig. Der Sommer verlief - wie für Mitteleuropa typisch - mal mit mehr, mal mit weniger Wolken. Dem folgten dann allerdings der trübste Herbst seit über 15 Jahren und ein regional auch noch extrem trüber Dezember. Über das Jahr gesehen schien die Sonne im Harz und im Sauerland am wenigsten. Am sonnigsten war es am südlichen Oberrhein mit fast 2000 Sonnenstunden.

Trotz zweier unterschiedlicher Halbjahre trifft die Sonnenscheindauer auch 2017 wie schon im Vorjahr fast genau den Durchschnittswert der vergangenen 30 Jahre.

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